Fed hält Leitzins stabil – Powell bleibt im Vorstand
Wichtige Fakten
- • Fed belässt Leitzins bei 3,50-3,75 Prozent.
- • Jerome Powell bleibt nach Amtsende als Fed-Chef im Vorstand.
- • Trump reagiert verärgert und spricht von Jobmangel Powells.
- • Justiz ermittelte wegen Renovierungskosten; Verfahren eingestellt.
- • Kevin Warsh als designierter Nachfolger vom Senatsausschuss bestätigt.
Leitzins unverändert – Powell trotz Amtsausschieds im Vorstand
Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Der scheidende Fed-Chef Jerome Powell verkündete jedoch eine Überraschung: Trotz des planmäßigen Endes seiner Amtszeit Mitte Mai werde er als Gouverneur im Vorstand der Notenbank bleiben. Damit will er nach eigenen Angaben die Unabhängigkeit der Geldpolitik gegen politische Einflussnahme verteidigen. Er verwies auf laufende rechtliche Angriffe der Trump-Regierung, die in der Fed-Geschichte beispiellos seien.
Trump reagiert verärgert – Justizermittlungen eingestellt
US-Präsident Donald Trump reagierte umgehend mit scharfer Kritik: Powell bleibe nur, weil er anderswo keinen Job finde. Finanzminister Scott Bessent sprach von einem „Verstoß“ gegen die Fed-Regeln. Tatsächlich hatte die Regierung zuvor wegen angeblicher Renovierungskosten gegen Powell ermitteln lassen – die Verfahren wurden mittlerweile eingestellt. Powells designierter Nachfolger Kevin Warsh wurde vom Bankenausschuss des Senats bestätigt; die finale Zustimmung des gesamten Senats steht noch aus. Ökonomen befürchten, dass Trump über Warsh Zinslockerungen erzwingen könnte. Die interne Abstimmung ergab, dass elf von zwölf Stimmen für die Zinspause votierten; drei Mitglieder lehnten künftige Lockerungen ab – als deutliches Zeichen gegen Trumps Forderungen.
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