FEMA-Mitarbeiter nach Kritik an Trump-Administration wieder eingestellt
Wichtige Fakten
- • 14 FEMA-Mitarbeiter nach Warnbrief vor Kürzungen wieder eingestellt.
- • Brief warnte vor gefährlicher Erosion der US-Katastrophenvorsorge.
- • Über 190 aktuelle und ehemalige FEMA-Mitarbeiter unterzeichneten.
- • Neuer Heimatschutzminister Mullin beendete harte Linie gegen FEMA.
- • Hunderte Millionen Dollar an Vorbereitungsmitteln wurden 2025 gestrichen.
FEMA-Mitarbeiter kehren nach Protest zurück
14 Mitarbeiter der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA kehrten nach achtmonatiger Zwangsbeurlaubung an ihren Arbeitsplatz zurück. Sie hatten im August 2025 einen offenen Brief an den Kongress unterzeichnet, der als „Katrina-Erklärung“ bekannt wurde. Darin warnten sie vor einer gefährlichen Schwächung der US-Katastrophenvorsorge durch Kürzungen und Umstrukturierungen unter der Trump-Administration. Mehr als 190 aktuelle und ehemalige FEMA-Beschäftigte unterstützten das Schreiben, 36 unterschrieben namentlich. Die noch aktiven Unterzeichner wurden einen Tag später bezahlt freigestellt.
Folgen der Kürzungen
Der neue Heimatschutzminister Markwayne Mullin, der die harte Linie seiner Vorgängerin Kristi Noem gegen FEMA beendete, verfügte die Rückkehr der Mitarbeiter. Er hatte Vergeltung gegen Whistleblower als illegal bezeichnet. Seit seinem Amtsantritt hob Mullin zudem die Noem-Regel auf, dass Ausgaben über 100.000 Dollar von seinem Büro genehmigt werden müssen, und gab über eine Milliarde Dollar aufgestauter FEMA-Zuschüsse frei. Dennoch haben die Kürzungen von 2025 tiefe Spuren hinterlassen: Hunderte Millionen Dollar für nationale Katastrophenvorsorge wurden gestrichen, FEMA verlor etwa ein Drittel seines Stammpersonals durch Entlassungen, Ruhestand und Kündigungen. Der Brief forderte auch die Herauslösung von FEMA aus dem Heimatschutzministerium und die Wiederherstellung des Kabinettsrangs. Experten warnen, dass die schlimmsten Auswirkungen erst bei der nächsten großen Katastrophe sichtbar werden.
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