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Wirtschaft 26.05.2026, 02:48 Aktualisiert: 26.05.2026, 08:04

Ferrari stellt ersten vollelektrischen Supersportwagen Luce vor

Ferrari Luce kostet 640.000 Dollar und ist das erste vollelektrische Modell.

Wichtige Fakten

  • Ferrari Luce kostet 640.000 Dollar und ist das erste vollelektrische Modell.
  • Vier eigene Elektromotoren ermöglichen 0-100 km/h in ca. 2,5 Sekunden.
  • Ferrari setzt weiterhin auf Hybrid- und Verbrenner-Modelle parallel zum EV.
  • Konkurrenten wie Lamborghini und Porsche fahren EV-Pläne aufgrund schwacher Nachfrage zurück.
  • Ferrari-Aktie fiel über 25% im letzten Jahr wegen Luxusmarktschwäche.

Ferraris Einstieg in die Elektromobilität

Ferrari hat mit dem Luce sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Der Supersportwagen kostet rund 640.000 US-Dollar und ist das erste Fünf-Sitzer-Modell der italienischen Marke. Entwickelt wurde das Design in Zusammenarbeit mit der LoveFrom-Agentur, die vom früheren Apple-Designchef Jony Ive gegründet wurde. Ferrari-Chef Benedetto Vigna erklärte, die Entwicklung des Luce habe ein halbes Jahrzehnt gedauert.

Technik und Design polarisieren

Angetrieben wird der Luce von einem Ferrari-Eigenbau-Elektromotor pro Rad, was eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in rund 2,5 Sekunden ermöglicht. Die Firma betont, alle Komponenten selbst gefertigt zu haben, um Reparaturen langfristig zu gewährleisten und den Wiedeverkaufswert zu schützen. Die Resonanz in sozialen Medien fällt gemischt aus: Von „Schrottplatz“ bis zu „Design-Meisterklasse“ reichen die Reaktionen. Chefdesigner Flavio Manzoni bezeichnet die Kritik als Teil des Innovationsprozesses und zeigt sich zuversichtlich, dass der Luce mit der Zeit geschätzt wird.

Marktumfeld und Strategie

Ferrari setzt weiterhin parallel auf Verbrenner und Hybride. Der Schritt erfolgt in einem schwierigen Marktumfeld: Hersteller wie Lamborghini und Porsche fahren ihre EV-Pläne aufgrund schwacher Nachfrage zurück. Diese steht auch im Zusammenhang mit weltweit gestiegenen Inflation und sinkender Kauflaune bei Luxusgütern. Ferrari ist zwar Europas wertvollster Autohersteller, verzeichnete aber einen Aktienkursrückgang von über 25% im vergangenen Jahr. Zudem wächst der Wettbewerbsdruck durch chinesische Hersteller, die günstiger und schneller produzieren können.

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