Thema: Elektroauto

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Montag, 19. Januar 2026
Wirtschaft 19.01.2026, 10:32
19.01.2026, 20:04
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Neue E-Auto-Förderung ab 2026: Bis zu 6.000 Euro Zuschuss, Anträge ab Mai – Kritik an Hybrid-Prämie

Die Bundesregierung hat sich auf Eckpunkte einer neuen Förderung für privat gekaufte oder geleaste, neu zugelassene Fahrzeuge ab dem 1. Januar 2026 verständigt.

Für reine Elektroautos beträgt die Basisförderung 3.000 Euro; für bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerer (Range Extender) 1.500 Euro.

Die Förderung ist sozial gestaffelt: Bis 60.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen gibt es 1.000 Euro Aufschlag, bis 45.000 Euro einen weiteren Aufschlag von 1.000 Euro (damit bis zu 5.000 Euro ohne Kinder bei reinen E-Autos).

Zusätzlich gibt es pro Kind 500 Euro, insgesamt maximal 1.000 Euro; damit sind bei reinen E-Autos maximal 6.000 Euro Förderung möglich.

Die allgemeine Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltseinkommen; mit Kindern kann sie steigen (bei zwei Kindern laut tagesschau auf bis zu 90.000 Euro, da sich die Grenze pro Kind um 5.000 Euro erhöht).

Gebrauchtwagen sind von der Förderung ausgeschlossen.

Für geförderte Fahrzeuge gilt eine Haltefrist von mindestens drei Jahren ab Kauf.

Plug-in-Hybride/Range-Extender sind nur förderfähig, wenn sie maximal 60 g CO2 pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern erreichen.

Anträge sollen voraussichtlich ab Mai 2026 über ein Onlineportal möglich sein und bis zu ein Jahr nach Neuzulassung gestellt werden; die Prämie gilt rückwirkend für Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026 (Kauf und Leasing).

Für das Programm sind insgesamt drei Milliarden Euro vorgesehen; das soll laut Ministerium für rund 800.000 Fahrzeuge bis 2029 reichen.

Ab dem 1. Juli 2027 soll die Förderung überprüft werden; diskutiert werden Kriterien, die sich stärker am CO2-Ausstoß im realen Betrieb orientieren.

Umweltminister Carsten Schneider begründet das Programm neben Klimaschutz auch mit Industrie- und Sozialzielen und will Mitnahmeeffekte durch die Staffelung begrenzen.

Kritik kommt u. a. von Umweltverbänden und Opposition: Die Einbeziehung von Plug-in-Hybriden sowie fehlende Größen- bzw. Preisbegrenzungen würden die Lenkungswirkung schmälern; IG Metall und Grüne fordern zudem Änderungen wie eine Einbeziehung von Gebrauchtwagen bzw. stärkere Zielgenauigkeit.

Ausblick

"Als nächster Schritt gilt die Freischaltung des Onlineportals im Mai 2026; danach wird sich zeigen, wie stark die Nachfrage ausfällt und ob die Mittel ausreichen. Politisch dürfte die Debatte über Ausschluss/Einbezug von Gebrauchtwagen, die Förderung von Plug-in-Hybriden sowie mögliche EU-konforme Kriterien (z. B. stärkere Orientierung an realen Emissionen oder europäischer Wertschöpfung) bis zur angekündigten Überprüfung ab Juli 2027 anhalten."