Teilen:
Wirtschaft 02.05.2026, 09:18

Finnland startet Lithiumabbau: Europas Hoffnung auf Rohstoff-Unabhängigkeit

Finnland hat die erste Lithiummine in Kaustinen eröffnet.

Wichtige Fakten

  • Finnland hat die erste Lithiummine in Kaustinen eröffnet.
  • 800 Millionen Euro kostet das Keliber-Projekt.
  • Lithium wird vor allem für Batterien benötigt.
  • In Deutschland gibt es ebenfalls Lithiumvorkommen, der Abbau stockt.
  • Kritiker befürchten negative Auswirkungen auf die Umwelt.

Lithiummine in Finnland gestartet

In der Gemeinde Kaustinen im Westen Finnlands hat die erste Lithiummine des Landes die Arbeit aufgenommen. Das Projekt namens Keliber soll dazu beitragen, Europa unabhängiger von Lithiumimporten, insbesondere aus China, zu machen. Die Mine fördert Lithiumerz, das vor Ort zu Lithiumhydroxid veredelt wird, das für Batterien von Elektroautos und anderen Geräten benötigt wird. Die Investition beträgt 800 Millionen Euro, die Finanzierung wurde durch den Einstieg eines südafrikanischen Bergbauunternehmens gesichert.

Chancen und Bedenken

Während die Bürgermeisterin von Kaustinen die neuen Arbeitsplätze und Steuereinnahmen begrüßt, gibt es auch Kritik. Anwohner wie Juho Harjukoski befürchten negative Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere auf den Wasserhaushalt des nahegelegenen Flusses. In Deutschland gibt es ebenfalls Lithiumvorkommen, doch der Abbau kommt laut Michael Schmidt von der Deutschen Rohstoffagentur nur langsam voran, unter anderem wegen geringerer Akzeptanz in der Bevölkerung und strengerer Regulierung.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.