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Gesellschaft 25.08.2026, 05:05 Aktualisiert: 25.08.2026, 12:06

Food-Influencer in Bristol: Lob gegen mangelnde Transparenz bei Werbung

Fake-Restaurant-Studie: 48 Influencer angefragt, 33 Antworten, Preise variierten stark.

Wichtige Fakten

  • Fake-Restaurant-Studie: 48 Influencer angefragt, 33 Antworten, Preise variierten stark.
  • Fünf Influencer boten positive Berichterstattung gegen kostenloses Essen ohne #ad-Kennzeichnung.
  • Standards der Werberichtlinien erfordern klare Kennzeichnung bezahlter Partnerschaften.
  • Influencer wie Jay Rayner betonen Unterschied: Kritiker zahlen selbst, Influencer oft nicht.
  • Chefkoch Adam Armstrong fordert mehr Gelassenheit: Essen-Influencer bieten nur Meinungen.

Intransparente Werbung: Die Maskerade der Food-Influencer

In Bristol hat eine investigative Recherche der Food-Autorin Meg Houghton-Gilmour Licht in die dunklen Ecken der Influencer-Welt gebracht. Ihr Fake-Japanrestaurant „coming soon“ diente als Katalysator: 48 Influencer wurden angeschrieben, 33 antworteten – und enthüllten dabei eigene Preisvorstellungen für positive Berichterstattung. Fünf von ihnen würden sogar auf eine klare Kennzeichnung als Werbung verzichten, solange das Essen kostenlos ist. Dies legt offen, dass die Branche selbst vor manipulativen Praktiken nicht zurückschreckt, um sich Vorteile zu verschaffen – eine besorgniserregende Entwicklung für Verbraucher.

Kampf um Glaubwürdigkeit: Kritiker und Influencer

Der renommierte Food-Kritiker Jay Rayner sieht im Einfluss der Influencer zwar eine Herausforderung, betont jedoch, dass seine jahrzehntelange Expertise untermauert sei. Kritiker wie er zahlen ihre Mahlzeiten selbst – ein entscheidender Unterschied zu Influencern, die oft gratis essen und dafür positive Reviews liefern sollen. Diese Intransparenz untergräbt die Glaubwürdigkeit der Bewertungen. Auf der anderen Seite zeigt sich die andere Seite der Medaille: Viele Influencer versuchen sich als „Celebrity Chefs“ und verlassen sich auf ihre Community, um echte Empfehlungen auszusprechen. Die Kontroverse zeigt: Vertrauen ist in der digitalen Welt ein so rares wie wertvolles Gut.

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