Frankreich beschuldigt israelische Firma der Einmischung in schottische Wahlen
Wichtige Fakten
- • BlackCore zielte laut Viginum auf John Swinney und die SNP.
- • Mindestens 256 X-Accounts verbreiteten etwa 1.400 Kommentare.
- • Die Operation betraf auch Wahlen in Frankreich, New York, Angola und Togo.
- • Auftraggeber der Einmischung sind laut Viginum unklar.
- • Israel bestreitet Interesse an Einmischung und wartet auf Bericht.
Anschuldigungen gegen BlackCore
Frankreichs Cybersicherheitsbehörde Viginum hat dem israelischen Technologieunternehmen BlackCore vorgeworfen, sich in die schottischen Wahlen Anfang 2026 eingemischt zu haben. Konkret soll die Firma gezielt den schottischen Ministerpräsidenten John Swinney, die Scottish National Party (SNP) und die schottische Regierung attackiert haben. Laut Viginum koordinierte BlackCore mindestens 256 Konten auf der Plattform X (ehemals Twitter) und verbreitete rund 1.400 Kommentare. Swinneys Konto wurde dabei 652 Mal ins Visier genommen, die SNP 338 Mal und die schottische Regierung 112 Mal.
Internationale Reichweite
Die Operation beschränkte sich nicht auf Schottland. Viginum betont, dass BlackCore auch die Kommunalwahlen in Frankreich sowie die Bürgermeisterwahl in New York 2025 beeinflusste. Zudem seien Aktivitäten in Angola und Togo festgestellt worden. Die Täter hinter den Angriffen konnte Viginum identifizieren, die Auftraggeber bleiben jedoch unbekannt.
Reaktionen und Kontext
Swinney bezeichnete die Desinformation als reale Bedrohung für die Demokratie und forderte die britische Regierung zum Handeln auf. Die israelische Regierung verspricht, nach Vorliegen des französischen Berichts über eine Untersuchung zu entscheiden, und bestreitet jegliche Einmischungsabsichten. BlackCore reagierte nicht auf Anfragen und entfernte seine Website. Die schottische Regierung und das britische Cabinet Office wurden um Stellungnahme gebeten.
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