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International 15.02.2026, 02:28 Aktualisiert: 15.02.2026, 23:02

Frankreichs Justiz vertieft Epstein-Ermittlungen nach Aktenfreigabe

Frankreichs Staatsanwaltschaft bildete Sondereinheit für Epstein-Ermittlungen.

Wichtige Fakten

  • Frankreichs Staatsanwaltschaft bildete Sondereinheit für Epstein-Ermittlungen.
  • US-Justizministerium gab alle geforderten Epstein-Akten frei, laut Transparenzgesetz.
  • Ermittler analysieren Akte des Model-Agenten Jean-Luc Brunel erneut.
  • Neue Dokumente enthalten Namen von Prominenten in unterschiedlichen Kontexten.
  • US-Politiker kritisieren unzureichende Veröffentlichung interner Memos zu Ermittlungen.

Frankreichs Justiz reagiert auf veröffentlichte Epstein-Akten

Frankreichs Staatsanwaltschaft hat eine Sondereinheit gebildet, um die jüngst veröffentlichten Akten im Fall des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein auszuwerten. Das Team soll mögliche Straftaten von Franzosen aufdecken, die in den Dokumenten erwähnt werden. Laut der Pariser Staatsanwaltschaft könnten es sich um "Straftaten verschiedener Art, einschließlich solcher sexueller oder finanzieller Natur" handeln.

Ermittlungen zu konkreten Fällen und Wiederaufnahme alter Akten

Die Ermittler sichten die neu veröffentlichten Akten und befassen sich konkret mit einem französischen Diplomaten sowie zwei Klagen im Zusammenhang mit Epstein. Zudem wird die Untersuchungsakte des Model-Agenten Jean-Luc Brunel neu analysiert, der verdächtigt wird, den Transport und die Unterkunft von jungen Frauen für Epstein organisiert zu haben. Nach Brunels Tod in Untersuchungshaft 2022 waren die Ermittlungen eingestellt worden.

Internationale Entwicklungen und politische Debatten

Parallel dazu hat das US-Justizministerium (DoJ) gemäß dem Epstein Files Transparency Act alle geforderten Akten freigegeben, doch US-Politiker kritisieren die Veröffentlichung als unzureichend. In einem Brief an den Kongress betonten Vertreter des DoJ, dass keine Dokumente aufgrund von Peinlichkeit oder politischer Sensibilität zurückgehalten wurden, und nannten eine Liste mit Namen, darunter Prominente wie Donald Trump und Bill Gates, die in verschiedenen Kontexten in den Dateien erscheinen. Kritiker fordern die Freigabe interner Memos zu Ermittlungsentscheidungen.

Politische und gesellschaftliche Auswirkungen

Seit der Veröffentlichung von drei Millionen Dokumenten aus den Epstein-Akten im Januar geraten in Frankreich immer mehr Politiker und Prominente unter Druck, die in den Dokumenten zitiert sind. Dies zeigt, wie der Skandal auch in Europa weiterhin Wellen schlägt und zu neuen juristischen Untersuchungen führt, während in den USA die Debatte über Transparenz und den Schutz von Opfern anhält.

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