Trump-Xi-Gipfel endet mit viel Pomp, wenig Substanz
Wichtige Fakten
- • China bekundet Interesse am Kauf von 200 Boeing 737 und US-Öl.
- • Xi warnt vor Konflikt bei falscher Handhabung der Taiwan-Frage.
- • Beide Seiten einigen sich auf Offenhaltung der Straße von Hormus.
- • Trump erwägt Aufhebung von Sanktionen gegen chinesische Iran-Öl-Käufer.
- • Chinas Exportlizensen für Seltene Erden bleiben trotz Zusage knapp.
Warme Worte, wenig Handfestes
Der zweitägige Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking endete mit viel Zeremoniell, aber wenigen konkreten Ergebnissen. Trump sprach von „fantastischen Handelsabkommen“ und betonte die persönliche Freundschaft zu Xi, während Xi die Möglichkeit einer parallelen Verfolgung ihrer nationalen Ziele hervorhob. Konkrete Beschlüsse blieben jedoch rar – sowohl in Handelsfragen als auch in geopolitischen Streitpunkten.
Handel: Boeing, Soja und Öl
China signalisierte Interesse am Kauf von rund 200 Boeing 737-Flugzeugen und US-Öl, Analysten hatten jedoch weit höhere Boeing-Bestellungen erwartet. Auch der Kauf von US-Sojabohnen im Umfang von zwölf Millionen Tonnen wurde genannt, doch eine offizielle Bestätigung durch Peking blieb aus. Trump ergänzte auf dem Rückflug, die Boeing-Bestellung könne auf bis zu 750 Jets anwachsen.
Taiwan: Xis klare Warnung
Xi warnte eindringlich vor einer falschen Handhabung der Taiwan-Frage und drohte offen mit Auseinandersetzungen und Konflikten. Trump vermied in Peking öffentliche Stellungnahmen, räumte aber auf Nachfrage ein, ausführlich über Taiwan gesprochen zu haben. Ob er ein geplantes Waffenpaket im Wert von 14 Milliarden US-Dollar genehmigt, ließ er offen – eine Entscheidung soll in Kürze fallen.
Iran: Einigkeit im Grundsatz, offene Details
Beide Seiten unterstrichen ihre Ablehnung einer nuklearen Bewaffnung Irans und das Ziel, die Straße von Hormus offen zu halten. Xi bot Vermittlung an, aber konkrete Schritte blieben unklar. Trump erwägt laut Fox News, Sanktionen gegen chinesische Firmen aufzuheben, die iranisches Öl kaufen – eine Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.
Technologie und Seltene Erden
Zehn chinesische Firmen dürfen KI-Chips von Nvidia kaufen, allerdings nur das zweitbeste Modell. Die von China im vergangenen Jahr verhängten Exportbeschränkungen für Seltene Erden wurden nicht aufgehoben, obwohl eine Zusage zur Wiederaufnahme der Lieferungen vorlag. US-Handelsvertreter Jamieson Greer beklagte, dass Exportlizenzen noch immer zögerlich erteilt werden.
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