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Politik 03.09.2026, 10:42 Aktualisiert: 03.09.2026, 12:02

Früherer UKIP-Politiker muss nach Bestechungsskandal zahlen

Nathan Gill akzeptierte Schmiergelder für pro-russische Reden im EU-Parlament.

Wichtige Fakten

  • Nathan Gill akzeptierte Schmiergelder für pro-russische Reden im EU-Parlament.
  • Er erhielt bis zu 40.000 Pfund von pro-russischen Politikern in der Ukraine.
  • Das Gericht ordnete die Rückzahlung von 22.592,41 Pfund an.
  • Die Summe muss er innerhalb von sechs Monaten aus Immobilienverkauf zahlen.
  • Es ist die erste Verurteilung eines britischen Politikers wegen Bestechung dieser Art.

Bestechungsskandal: Früherer UKIP- und Reform-UK-Politiker verurteilt

Der frühere Vorsitzende von Reform UK in Wales, Nathan Gill, muss nach einem Bestechungsskandal um pro-russische Äußerungen im Europäischen Parlament mehr als 22.500 Pfund zurückzahlen. Der 53-jährige, der im November 2025 wegen acht Fällen von Bestechung nach dem Bribery Act 2010 zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, erhielt bis zu 40.000 Pfund von Parteigängern des pro-russischen ukrainischen Politikers Viktor Medwedtschuk. Vor dem Old Bailey wurde ihm am Donnerstag eine Frist von sechs Monaten eingeräumt, um das Geld durch den Verkauf eines Mietobjekts in Anglesey aufzubringen. Sollte er die Zahlung nicht leisten, drohen ihm weitere neun Monate Gefängnis.

Hintergrund und Reaktionen

Gill, der von 2014 bis 2020 als EU-Abgeordneter für UKIP und die Brexit-Partei tätig war, hatte die Gelder vom ehemaligen Abgeordneten Oleg Woloschyn erhalten, der als 'Schachfigur' russischer Geheimdienste gilt. Im Gegenzug für hohe Summen hielt er pro-russische Reden und gab Interviews für einen TV-Sender, der zur Überwachung durch die US-Regierung stand. Das Gericht bezeichnete die Handlungen als 'reprehensionabel, verräterisch und unverzeihlich' und als Schädigung des öffentlichen Vertrauens in die Demokratie. Laut Justizministerin Cheema-Grubb hat Gill seine Position auf schwerwiegende Weise missbraucht. Das Reform UK erklärte, die Gerechtigkeit sei gesiegt, während Premierminister Starmer die Handlungen als 'Unterminierung unserer nationalen Interessen' kritisierte.

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