Führungskultur in Deutschland: Wie schlechte Chefs die Wirtschaft belasten
Wichtige Fakten
- • Nur 16% der Beschäftigten sind 2024 vollkommen mit ihren Vorgesetzten zufrieden (Gallup).
- • 78% der Befragten machen nur Dienst nach Vorschrift (Gallup).
- • Schlechte Führung kostet die deutsche Volkswirtschaft etwa 113 Milliarden Euro pro Jahr.
- • Gute Führung kann Wettbewerbsvorteile durch höhere Motivation und Effizienz schaffen.
- • Führungsexpertise ist oft mangelhaft, da viele Chefs Fachexperten, aber keine Führungsexperten sind.
Führungskultur im Fokus
In der Debatte um mehr Arbeitsangebot und Produktivität in Deutschland rückt die Rolle der Führungskräfte zunehmend in den Vordergrund. Studien wie die von Gallup zeigen, dass nur 16 Prozent der Beschäftigten im Jahr 2024 vollkommen mit ihren Vorgesetzten zufrieden waren, während 78 Prozent angaben, nur Dienst nach Vorschrift zu leisten. Dies deutet auf ein Motivationsproblem hin, das sich negativ auf die Wirtschaftsleistung auswirken kann.
Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Meinungsforscher von Gallup schätzen, dass der deutschen Volkswirtschaft zuletzt etwa 113 Milliarden Euro verloren gingen, weil Beschäftigte innerlich gekündigt haben – das entspricht mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Managementberater Kishor Sridhar betont, dass viele Führungskräfte Fachexperten, aber keine Führungsexperten sind, was zu Inkompetenz und mangelnder Empathie führen kann.
Lösungsansätze und Verantwortung
Wirtschaftsprofessorin Christina Hoon von der Universität Bielefeld unterstreicht, dass gute Führung Mitarbeitende motiviert, Talente fördert und Vertrauen schafft, was zu kreativerer, effizienterer und loyalerer Arbeit führen kann. Sie betont, dass Führung nicht nur auf die Spitze der Unternehmen beschränkt sein sollte, sondern auf allen Ebenen gelebt werden muss, um wirksam zu sein.
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