Gewaltdelikte bei der Bahn: Zahlen der Bundespolizei zeigen Anstieg
Wichtige Fakten
- • Über 5.600 Gewaltdelikte in Zügen und Bahnhöfen 2025 gemeldet
- • Leipziger Hauptbahnhof mit 859 Delikten an der Spitze
- • Bahn zählte 2025 mehr als 3.000 Angriffe auf ihr Personal
- • Polizeigewerkschaft fordert mehr Beamte an Bahnhöfen
- • Bahn will Bodycams für alle Beschäftigte mit Kundenkontakt einführen
Zahlen der Bundespolizei
Im Jahr 2025 wurden in Zügen und auf Bahnhöfen in Deutschland mehr als 5.600 Gewaltdelikte registriert, wie die Bundespolizei berichtet. Der Leipziger Hauptbahnhof führte die Statistik mit 859 Delikten an, gefolgt von Dortmund (735), Berlin (654), Köln (648) und Hannover (612). Zu den Vorfällen zählten unter anderem über 980 Messerdelikte und rund 2.200 Sexualdelikte.
Angriffe auf Bahnpersonal
Die Deutsche Bahn verzeichnete im selben Zeitraum mehr als 3.000 tätliche Angriffe auf ihr Personal, was etwa acht Vorfällen pro Tag entspricht. Hinzu kamen etwa 15.000 verbale Übergriffe, darunter Anspucken. Im Vergleich zu 2014, als es noch 1.400 tätliche Angriffe gab, zeigt sich ein deutlicher Anstieg.
Maßnahmen und Forderungen
Als Reaktion auf einen tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar 2026 kündigte die Bahn an, Bodycams für alle Beschäftigte mit Kundenkontakt noch in diesem Jahr einzuführen. Die Polizeigewerkschaft fordert seit Langem eine Aufstockung der Beamten an Bahnhöfen, während die Bundespolizei regelmäßige Maßnahmen zur Eindämmung der Gewalt durchführt.
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