Gazakrieg: Israel weitet Kontrolle aus, Waffenruhe brüchig – Gemischte Reaktionen
Wichtige Fakten
- • Israel kontrolliert über 60% Gazastreifens, plant Ausweitung auf 70%.
- • Mehr als 1.000 Tote seit Waffenruhe-Beginn, humanitäre Lage katastrophal.
- • Hisbollah tötet vier israelische Soldaten – Vergeltungsschläge Israels mit 47 Toten.
- • US-Iran-Abkommen sieht 60-tägige Verhandlungsphase vor.
- • Linke stuft Israels Vorgehen offiziell als Völkermord ein.
Gaza: Israelischer Vormarsch trotz Waffenruhe
Seit der Waffenruhe vor etwa acht Monaten hat Israel seine Kontrolle im Gazastreifen auf über 60 Prozent ausgeweitet und plant eine Ausdehnung auf 70 Prozent. Die humanitäre Lage ist katastrophal: Über 1.000 Menschen starben laut Hamas-Gesundheitsministerium seit Inkrafttreten der Waffenruhe. Hilfslieferungen sind eingeschränkt, der Wiederaufbau blockiert. Die sogenannte 'Gelbe Linie', deren Verlauf unklar ist, schränkt die Bewegungsfreiheit drastisch ein und drängt die Bevölkerung auf einem schrumpfenden Gebiet zusammen. Viele Menschen leben in Zelten, die gegen Hitze und Ratten keinen Schutz bieten.
Libanon: Neue Gewalt droht Abkommen zu kippen
Die Brüchigkeit der Waffenruhe zeigt sich im Libanon. Hisbollah tötete vier israelische Soldaten, worauf Israel mit Luftangriffen im Südlibanon und der Bekaa-Ebene reagierte, bei denen mindestens 47 Menschen starben. Der Vorfall überschattet das neue US-Iran-Abkommen, das eigentlich die Einstellung der Feindseligkeiten auf allen Fronten vorsieht. Geplante Friedensgespräche in der Schweiz wurden zunächst abgesagt. Israelische Politiker kritisieren das Abkommen scharf, während US-Präsident Trump es verteidigt.
Deutschland: Linke spricht von Völkermord
Die Linke hat auf ihrem Bundesparteitag das Vorgehen Israels als Völkermord eingestuft. Zugleich betont die Partei das Existenzrecht Israels und verurteilt Antisemitismus. Die Entscheidung fiel nach heftigen Debatten als Kompromiss.
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