Hamas stimmt Entwaffnungsabkommen zu – Zweifel und Skepsis bleiben
Wichtige Fakten
- • US-Präsident Trump verkündete am 30. Juli 2026 ein Abkommen zur Entwaffnung der Hamas, was von Vermittlern bestätigt wurde.
- • Die Umsetzung soll in Phasen erfolgen: Entwaffnung und israelischer Truppenrückzug, Zeitplan noch unklar.
- • Hamas-Vertreter Ghazi Hamad knüpft die Entwaffnung an Bedingungen: Israel muss ersten Schritt erfüllen.
- • Israel hat sich nicht offiziell geäußert; Sicherheitsexperten sehen drei verschiedene Versionen der Vereinbarung.
- • Weder Israel noch die Übergangsregierung noch die Stabilisierungstruppe haben Zugang zum Gazastreifen.
Trumps Ankündigung und internationaler Druck
US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag ein von seinem „Friedensrat“ ausgehandeltes Abkommen zur Entwaffnung der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen im Gazastreifen als „historisch“ bezeichnet. Auf Truth Social erklärte er, dass die Vereinbarung einen „entscheidenden Schritt“ darstelle, um Gaza unter eine neue palästinensische Regierung zu bringen. Er sieht das Abkommen als wichtigen Meilenstein zur Beendigung des seit Oktober 2023 andauernden Konflikts und sprach von einem Meilenstein, während er Ägypten, Katar und der Türkei für ihre Vermittlung dankte. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa haben die USA und Quellen des Friedensrates grundsätzlich zugestimmt.
Reaktionen und Hindernisse der Umsetzung
Der „Friedensrat“-Generaldirektor Nickolay Mladenov zeigte sich nach monatelangen Verhandlungen erleichtert: „Wir haben gekämpft.“ Dennoch bleiben zentrale Fragen offen. Hamas-Vertreter Ghazi Hamad von Hamad gegenüber Al Jazeera, die Entwaffnung werde von der Nationalpalästinensischen Verwaltung unter Aufsicht des Nationalen Komitees durchgeführt. „Wir sprechen über die Lagerung unter Verantwortung dieses Komitees, Israel soll sich nicht einmischen“, forderte er und machte Fortschritte von Israels Rückzug und humanitärer Hilfe abhängig. Israel hat jedoch noch nicht offiziell reagiert; hinter den Kulissen äußert sich Skepsis. Ein israelischer Sicherheitsexperte von der Universität Tel Aviv wies auf drei Versionen des Abkommens hin und bezweifelt die Verbindlichkeit. „Drei Versionen sind keine Vereinbarung“, warnt er. Er will nur vollständige Demilitarisierung akzeptieren; die vollständige „Demilitarisierung“ wird nicht zusammensitzen.
Humanitäre Lage real vor Ort
Die Skepsis der Menschen in Gaza ist groß, denn sie erleben täglich weiterhin israelische Angriffe trotz des von Trump vermittelten Waffenstillstands vom Oktober 2025. Mindestens sechs Menschen starben am Donnerstag bei israelischen Luftangriffen. Auch das zivile Nationale Komitee ist noch nicht eingesetzt; die international geplante Stabilisierungstruppe ist nicht einsatzbereit. Vor Ort und in arabischen Medien dominieren Zweifel: „Versprechungen beobachten wir seit Jahren vergeblich“, kommentierte eine Palästinenserin aus Chan Yunis. Sie sehen sich mit Trümmern, behelfsmäßigen Zufluchtsorten ohne Wasse
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