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Politik 11.07.2026, 13:42 Aktualisiert: 11.07.2026, 15:01

Gericht erlaubt privaten Nashornhorn-Export in Südafrika

Privater Nashornzüchter darf Hörner unter Auflagen exportieren.

Wichtige Fakten

  • Privater Nashornzüchter darf Hörner unter Auflagen exportieren.
  • Südafrikas Regierungseinspruch gegen das Urteil gescheitert.
  • Knapp 500 Nashörner 2025 in Südafrika gewildert.
  • 70 % der Nashörner in privater Hand, 80 Tonnen Horn gelagert.
  • Artenschützer befürchten steigende Wilderei wie bei Elfenbein.

Gerichtsurteil zu Nashorn-Horn-Export

In Südafrika hat ein Gericht des Northern Cape entschieden, dass private Nashornzüchter unter Auflagen die Hörner ihrer Tiere ins Ausland verkaufen dürfen. Der Züchter Wicus Diedericks von der Farm "Rockwood Conservation" hatte geklagt, nachdem sein Exportantrag abgelehnt worden war. Das Gericht urteilte, dass der Export erlaubt sei, wenn die Tiere auf zertifizierten Höfen leben, die dem Artenschutz dienen.

Reaktionen der Beteiligten

Die Züchter sehen das Urteil als Meilenstein und Chance gegen Wilderei: 2025 wurden in Südafrika knapp 500 Nashörner gewildert. Private Halter könnten legal Horn anbieten, um Preise zu senken und Wilderei unattraktiv zu machen. Etwa 70 % des Nashornbestands sind in privater Hand, mit Lagerbeständen von rund 80 Tonnen Horn.

Kritik von Umweltschützern

Umweltverbände wie Pro Wildlife lehnen den legalen Handel ab. Sie verweisen auf das Elfenbeinhandelsverbot von 2008, das zu mehr Wilderei führte. Nachfrage und Gewinnspannen bei Nashornhorn seien noch höher, legale Angebote könnten den Schwarzmarkt sogar ankurbeln. Die südafrikanische Regierung prüft noch eine Verfassungsbeschwerde.

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