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Wirtschaft 08.03.2026, 10:12 Aktualisiert: 08.03.2026, 12:05

Gesamtmetall warnt vor massivem Arbeitsplatzabbau in der Metall- und Elektroindustrie

Gesamtmetall erwartet 2026 Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen

Wichtige Fakten

  • Gesamtmetall erwartet 2026 Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen
  • Branche befindet sich laut Verband in größter Krise seit Gründung der BRD
  • Seit 2018 gingen bereits 270.000 Jobs in der Industrie verloren
  • Hohe Energiekosten, Steuern und Bürokratie werden als Hauptprobleme genannt
  • Rüstungsaufträge sorgen für Plus, bereinigt bleibt Lage schlecht

Kritische Lage in der Metall- und Elektroindustrie

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt vor einem massiven Arbeitsplatzabbau in der Metall- und Elektroindustrie und rechnet für das Jahr 2026 mit dem Verlust von bis zu 150.000 Jobs. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander spricht von einer "Deindustrialisierung" und bezeichnet die Situation als dramatisch, da sich die Branche in der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik befinde.

Ursachen und Rahmenbedingungen

Als Hauptgründe für die Krise nennt der Verband zu hohe Energiekosten, Unternehmenssteuern, Sozialabgaben und eine überbordende Bürokratie am Standort Deutschland. Seit 2018 seien bereits 270.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, und die Beschäftigtenzahl sei zuletzt auf unter 3,8 Millionen gefallen – ein Niveau, das zuletzt 2015 erreicht wurde.

Auftragslage und Bürokratiekritik

Zwar sorgten staatlich finanzierte Rüstungsaufträge im letzten Quartal 2025 für ein Auftragsplus, doch bereinigt um diese Sondereffekte bleibe die Auftragslage schwach. Gesamtmetall kritisiert zudem das Fehlen konsequenter Maßnahmen zum Bürokratieabbau und vergleicht die Effizienz in diesem Bereich ironisch mit der Tierseuchenbekämpfung.

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