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Gesellschaft 08.03.2026, 11:16

Moped-Autos als Alternative auf dem Land: Freiheit mit 45 km/h

Circa 32.000 Moped-Autos waren 2023 auf deutschen Straßen unterwegs.

Wichtige Fakten

  • Circa 32.000 Moped-Autos waren 2023 auf deutschen Straßen unterwegs.
  • Sie dürfen mit Mopedführerschein ab 15 Jahren gefahren werden.
  • Die Fahrzeuge erreichen maximal 45 km/h und sind oft ohne Airbags.
  • Sie sind vor allem in ländlichen Regionen und bei jungen Leuten beliebt.
  • Die Anschaffungskosten liegen zwischen 9.000 und 20.000 Euro.

Beliebte Alternative auf dem Land

Moped-Autos, auch Microcars genannt, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere bei jungen Menschen und in ländlichen Regionen. Diese Leichtfahrzeuge, die mit einem Mopedführerschein ab 15 Jahren gefahren werden dürfen, bieten eine praktische Mobilitätslösung, wo öffentliche Verkehrsmittel wie Busse selten verkehren. Nach Angaben des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft waren im Jahr 2023 etwa 32.000 solcher Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs, wobei sie nicht in der offiziellen Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts erfasst werden, da sie mit Versicherungskennzeichen fahren dürfen.

Sicherheitsbedenken und Nutzung

Kritiker wie der ADAC Mittelrhein warnen jedoch vor Sicherheitsrisiken: Moped-Autos verfügen oft nicht über Standard-Sicherheitssysteme wie Airbags, ABS oder ESP, was bei Unfällen geringeren Schutz bietet. Zudem können sie von anderen Verkehrsteilnehmern aufgrund ihres Autodesigns falsch eingeschätzt werden, obwohl sie nur maximal 45 km/h schnell sind. Trotzdem liegen die Unfallzahlen laut Versicherungsverband mit 47 Schadensfällen pro 1.000 Fahrzeuge ähnlich hoch wie bei normalen Pkw, was auch daran liegen mag, dass sie nicht auf Autobahnen fahren dürfen.

Trend und Kosten

Der Trend zu Moped-Autos wird durch vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten von 9.000 bis 20.000 Euro und die einfache Fahrerlaubnis gefördert. Sie dienen oft als Zwischenlösung, bis ein regulärer Führerschein erworben wird, und können auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiterverkauft werden. Für Nutzer wie die 16-jährige Sarah Fandel aus der Eifel bedeutet das Fahrzeug vor allem Freiheit und Unabhängigkeit von Eltern und unzureichenden Busverbindungen.

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