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International 18.06.2026, 08:44 Aktualisiert: 18.06.2026, 23:01

Ukrainischer Drohnenangriff auf Moskau: Raffinerie erneut getroffen

Fast 200 Drohnen erreichten Moskau, 17 Verletzte.

Wichtige Fakten

  • Fast 200 Drohnen erreichten Moskau, 17 Verletzte.
  • Kapotnya-Raffinerie zum dritten Mal innerhalb eines Monats getroffen.
  • Selenskyj warnt: 'Wenn die Ukraine brennt, wird auch Moskau brennen.'
  • Russland meldet 555 abgeschossene Drohnen landesweit.
  • Moskauer Flughäfen geschlossen, über 500 Flüge gestrichen.

Angriff auf Moskau: Hunderte Drohnen und verletzte Zivilisten

Kiew hat die russische Hauptstadt Moskau mit einem massiven Drohnenangriff überzogen, bei dem erneut die Ölraffinerie Kapotnya südöstlich des Zentrums getroffen wurde. Nach Angaben von Gouverneur Andrei Worobjow wurden 17 Menschen verletzt. Die BBC berichtet, dass feiner Ölregen auf Kleidung und Autos fiel. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte den Angriff auf die Anlage. Fast 200 Drohnen erreichten demnach die Hauptstadtregion, während Russland landesweit 555 Drohnen abgeschossen haben will. Die vier Moskauer Flughäfen wurden vorübergehend geschlossen, mehr als 500 Flüge fielen aus. In sozialen Medien verifizierte Videos zeigen den Einschlag einer Drohne in ein Hochhaus sowie die Zerstörung eines Öltanks, dessen Dach Dutzende Meter durch die Luft geschleudert wurde.

Selenskyj droht und wirbt um Unterstützung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, der Angriff sei Teil der Bemühungen, Russland an den Verhandlungstisch zu zwingen, und eine Antwort auf russische Raketenangriffe auf Kiew. In einer deutlichen rhetorischen Eskalation sagte er: „Wenn die Ukraine brennt, wird auch Moskau brennen.“ Unterdessen nimmt Selenskyj am EU-Gipfel in Brüssel teil, wo er die Blockade seiner 200-Milliarden-Dollar-Unterstützung durch Ungarn kritisierte. Er betonte die Notwendigkeit langfristiger Finanzierungsinstrumente für die ukrainische Armee. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm kurz am Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im NATO-Hauptquartier teil, verließ es jedoch früh, um andere Termine wahrzunehmen.

Putin schweigt, russische Falken fordern Vergeltung

Russlands Präsident Wladimir Putin hielt sich während des Angriffs in Kasan auf, wo er Gipfelgespräche mit südostasiatischen Staatschefs führte – ohne sich zu den Vorfällen in Moskau zu äußern. Einer seiner Propagandisten, Wladimir Solowjow, forderte hingegen, „Panikmacher und Feiglinge“ in der Armee auszurotten. Die BBC zitiert Anwohner, die Anspannung und Panik beschreiben, da die Angriffe immer häufiger werden. Die russische Luftabwehr ist zwar massiv ausgebaut, kann aber nicht alle Hightech-Drohnen abfangen.

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