Großdemonstration in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt
Wichtige Fakten
- • Rund 6.700 Menschen demonstrierten am Brandenburger Tor (Polizeiangaben)
- • Anlass waren Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Ex-Mann Christian Ulmen
- • Neues Bündnis 'Feminist Fight Club!' organisierte die Demonstration
- • Berliner Politiker fordern digitales Gewaltschutzgesetz
- • Justizministerin Hubig kündigt Gesetzesvorlage zum Schutz vor digitaler Gewalt an
Protest gegen sexualisierte digitale Gewalt
In Berlin demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen sexualisierte digitale Gewalt und zeigten Solidarität mit den Opfern. Nach Polizeiangaben versammelten sich rund 6.700 Personen am Brandenburger Tor, während die Veranstalter von 13.000 Teilnehmenden sprachen. Die Demonstration wurde vom neu gegründeten Bündnis 'Feminist Fight Club!' initiiert, das strukturelle Missstände und Gesetzeslücken in Deutschland kritisiert.
Auslöser und politische Reaktionen
Anlass der Kundgebung waren Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen, dem sie die Erstellung von Fake-Profilen und das Verschicken pornografischer Inhalte vorwirft. Politiker wie Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) forderten ein wirksames digitales Gewaltschutzgesetz, um Lücken im Strafrecht zu schließen und Betroffene besser zu schützen.
Unterstützungsmaßnahmen in Berlin
Die Berliner Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) wies auf ein neues Projekt hin, das mit Fortbildungen und technischer Beratung Beratungsstellen und Schutzunterkünfte stärken soll, um betroffenen Frauen schneller Hilfe zu ermöglichen. Der Brandenburger Innenminister Jan Redmann (CDU) betonte, dass digitale Gewalt reale Gewalt sei und forderte eine konsequente Durchsetzung geltenden Rechts durch Polizei und Sicherheitsbehörden.
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