Großdemonstrationen in London gegen Rechts und für Vielfalt
Wichtige Fakten
- • Zehntausende demonstrieren in London gegen Rassismus und Islamophobie.
- • Die Polizei setzt eine Großoperation mit festgelegten Routen ein.
- • Reden und Musik auf zwei Bühnen begleiten die Kundgebungen.
Großdemonstration in London
Am Samstag fanden in London Großdemonstrationen statt, bei denen Zehntausende gegen Rassismus und die Zunahme rechtsextremer Ideen auf die Straße gingen. Die Hauptkundgebung wurde von der Together Alliance organisiert, die sich als Reaktion auf wachsende rechtsextreme Stimmungen formierte. Die Teilnehmer marschierten von der Park Lane zum Whitehall, begleitet von einer Musikveranstaltung auf dem Trafalgar Square mit Künstlern wie Self Esteem und UB40. Parallel dazu gab es eine separate Demonstration der Palestine Coalition, die sich der Route anschloss. Die Polizei war mit einem erheblichen Aufgebot vor Ort, um die Veranstaltungen zu sichern und Störungen zu minimieren.
Hintergrund und Kritik
Die Demonstrationen waren von Kritik an politischen Äußerungen zu Einwanderung und Religion geprägt. Daniel Kebede, Generalsekretär der National Education Union, kritisierte Premierminister Keir Starmer für dessen Aussage, das Vereinigte Königreich könne zu einer "Insel von Fremden" werden, und warf der Regierung vor, Rassismus für eigene Interessen zu nutzen. Kevin Courtney, Vorsitzender der Together Alliance, äußerte sich besorgt über die Normalisierung islamfeindlicher Kommentare, wie sie von konservativen Politikern wie Nick Timothy gemacht wurden. Die Organisatoren betonten, dass die Mehrheit der Bevölkerung Rassismus und Hass ablehne, und verwiesen auf eine Zunahme rassistischer Vorfälle in Schulen.
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