Teilen:
International 28.03.2026, 10:00 Aktualisiert: 28.03.2026, 18:06

Massive "No Kings"-Proteste gegen Trump-Regierung in den USA

Organisatoren erwarten bis zu neun Millionen Teilnehmer bei landesweiten Protesten

Wichtige Fakten

  • Organisatoren erwarten bis zu neun Millionen Teilnehmer bei landesweiten Protesten
  • Bereits dritter landesweiter Protesttag seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit
  • Zentrale Kundgebung in St. Paul, Minnesota mit Bruce Springsteen und Bernie Sanders
  • Proteste richten sich gegen Migrationspolitik, Iran-Krieg und steigende Lebenshaltungskosten
  • Demonstrationen finden auch außerhalb der USA in Städten wie Amsterdam und Madrid statt

Größte Protestmobilisierung in der US-Geschichte

In den USA haben unter dem Motto "No Kings" landesweit Demonstrationen gegen die Regierung von Präsident Donald Trump begonnen. Die Organisatoren, ein Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen, erwarten Medienberichten zufolge rund neun Millionen Teilnehmer und sprechen von einer der größten Protestmobilisierungen in der Geschichte des Landes. Es ist bereits der dritte landesweite Protesttag seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit vor 14 Monaten, nachdem bereits im Oktober und im Juni Millionen Menschen auf die Straße gegangen waren.

Zentrale Veranstaltung in Minnesota

Als zentrale Veranstaltung der landesweiten Proteste gilt eine Kundgebung in St. Paul im US-Bundesstaat Minnesota, wo bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet werden. Prominente Redner wie der linke Senator Bernie Sanders, Schauspielerin Jane Fonda und Rockstar Bruce Springsteen werden dort auftreten. Springsteen wird seinen Song "Streets of Minneapolis" live spielen, den er als Reaktion auf tödliche Schüsse von Bundesbeamten bei früheren Protesten in der Region geschrieben hatte.

Vielfältige Protestgründe

Die Proteste richten sich neben der umstrittenen Migrationspolitik der US-Regierung mit verschärften Maßnahmen und ICE-Einsätzen auch gegen außenpolitische Entscheidungen wie den gemeinsam mit Israel begonnenen Iran-Krieg sowie gegen steigende Lebenshaltungskosten. Kritiker werfen Trump vor, demokratische Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Bürgerrechte und das Wahlrecht zu untergraben und per Dekret zu regieren.

Internationale Beteiligung

Auch außerhalb der USA waren Anti-Trump-Demonstrationen geplant, unter anderem in Amsterdam, Madrid und Rom. Nach Angaben der Organisatoren stammt ein großer Teil der Anmeldungen in den USA aus konservativ geprägten ländlichen Regionen und Vororten, nicht nur aus klassischen Hochburgen der Demokraten. Die Proteste finden in allen 50 Bundesstaaten statt, mit mehr als 3.000 angemeldeten Veranstaltungen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.