Grünen-Chef Polanski entschuldigt sich für Polizei-Kritik nach Messerangriff
Wichtige Fakten
- • Polanski teilte einen Beitrag, der Polizeigewalt bei der Festnahme kritisierte.
- • Premierminister Starmer nannte dies 'schändlich' und verteidigte die Beamten.
- • Met-Chef Rowley warf Polanski vor, 'falsche und irreführende Kommentare' zu verbreiten.
- • Polanski lud Rowley zu einem Gespräch ein, lehnte soziale Medien als Forum ab.
- • Essa Suleiman wurde wegen versuchten Mordes im Vorfeld der Festnahme angeklagt.
Entschuldigung nach Polizei-Kritik
Zack Polanski, Vorsitzender der Grünen in England und Wales, hat sich für das Teilen eines Social-Media-Beitrags entschuldigt, der das Vorgehen der Polizei bei der Festnahme des mutmaßlichen Messerangreifers von Golders Green kritisierte. Der Beitrag warf Beamten vor, einen psychisch kranken Mann wiederholt und heftig gegen den Kopf getreten zu haben, nachdem dieser bereits durch einen Taser außer Gefecht gesetzt worden war. Polanski entschuldigte sich für die „übereilte“ Aktion und räumte ein, dass soziale Medien nicht der richtige Ort für solche Diskussionen seien.
Premier Starmer verteidigt Polizei
Premierminister Keir Starmer nannte Polanskis Entscheidung „schändlich“ und argumentierte, die Beamten hätten in einer Situation gehandelt, in der sie einen möglichen Sprengstoffanschlag befürchten mussten. Er traf sich mit den beteiligten Polizisten. Zuvor hatte bereits der Chef der Metropolitan Police, Sir Mark Rowley, den Grünen-Chef in einem Brief öffentlich kritisiert und ihm vorgeworfen, „falsche und irreführende Kommentare“ zu verbreiten. Rowley wies den Vorwurf zurück, er greife damit in die Politik ein.
Interne Kritik und juristische Schritte
Mehrere führende Grüne äußerten sich besorgt über Polanskis Aktion. Die stellvertretende Vorsitzende Rachel Millward lobte die Beamten als „mutig“. Der mutmaßliche Täter, Essa Suleiman, wurde am Freitag wegen dreifachen versuchten Mordes angeklagt. Er soll am Mittwoch in Golders Green zwei Männer und zuvor in Southwark einen Bekannten mit einem Messer angegriffen haben. Der Fall wurde an den Old Bailey verwiesen; Suleiman bleibt in Haft.
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