Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei Briten in Selbstisolation – Brite in stabiler Lage
Wichtige Fakten
- • Zwei Briten isolieren sich nach potenzieller Exposition an Bord zu Hause.
- • Ein 56-jähriger Brite ist nach Evakuierung in den Niederlanden stabil.
- • Insgesamt drei Todesfälle auf oder nach Reise mit MV Hondius.
- • WHO zählt acht Fälle (drei bestätigt, fünf Verdacht).
- • Hantavirus-Stamm Andes auch beim Menschen übertragbar, jedoch selten.
Ausbruch auf der MV Hondius: Briten isolieren sich nach Rückkehr
Nach einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius isolieren sich bisher zwei Briten symptomlos zu Hause. Sie hatten das Schiff Ende April auf St. Helena verlassen und waren nach Johannesburg sowie anschließend nach Großbritannien geflogen. Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA steht in Kontakt mit ihnen und hat die Kontaktverfolgung aufgenommen.
Ein Brite im Krankenhaus – Zustand stabil
Der aus dem Schiff evakuierte Brite Martin Anstee (56) wird in den Niederlanden behandelt. Seine Frau berichtet von dramatischen Tagen, sein Zustand sei aber stabil. Zwei weitere Evakuierte – ein Niederländer (41) und ein Deutscher (65) – wurden ebenfalls in die Niederlande geflogen. Der Deutsche stand in engem Kontakt mit einer Deutschen, die am 2. Mai an Bord verstarb.
Herkunft des Ausbruchs unbekannt – Hantavirus durch Nagetiere
Die WHO bestätigte bisher drei Todesfälle sowie drei bestätigte und fünf Verdachtsfälle insgesamt. Der Erregerstamm vom Typ Andes wird hier vermutlich durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch übertragen, was jedoch selten vorkommt. Die Krankheit kann bis zu acht Wochen Inkubationszeit haben. Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung wird als gering eingestuft.
Weitere Passagiere befinden sich unter Quarantäne – Schiff auf dem Weg zu den Kanaren
Rund 150 Menschen aus 23 Ländern sind derzeit noch an Bord. Die spanischen Behörden genehmigten dem Schiff die Einfahrt zu den Kanarischen Inseln. Von dort sollen die Passagiere mittels Charterflügen in ihre Heimatländer zurückgebracht werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die britische UKHSA arbeiten eng zusammen, um den Ausbruch einzudämmen.
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