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International 11.05.2026, 04:45 Aktualisiert: 11.05.2026, 10:01

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Zwei weitere Infizierte und rasche Evakuierungen

Vier Deutsche in Sonderisoliertransport nach Frankfurt gebracht.

Wichtige Fakten

  • Vier Deutsche in Sonderisoliertransport nach Frankfurt gebracht.
  • Eine Französin und ein US-Amerikaner positiv getestet.
  • 20 Briten in Quarantäne in Merseyside (72 Stunden stationär).
  • WHO und RKI sehen kein Pandemierisiko für Allgemeinbevölkerung.
  • Schiff soll nach Rotterdam zur Desinfektion fahren.

Evakuierung und Quarantänemaßnahmen

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sind vier deutsche Passagiere in den Niederlanden gelandet und werden in Spezialtransporten nach Frankfurt am Main gebracht, wo sie medizinisch untersucht und in Quarantäne gehen. Ein weiterer Deutscher wird in die Berliner Charité gebracht, eine symptomfreie Kontaktperson in Baden-Württemberg in häusliche Quarantäne. Insgesamt waren ursprünglich sechs Deutsche an Bord. Die Evakuierten aus anderen Ländern – darunter 17 US-Amerikaner, 20 Briten, 14 Spanier sowie Belgier und Griechen – werden nach Ankunft in ihren Heimatländern ebenfalls unter Quarantäne gestellt. Großbritannien bringt seine Passagiere für 72 Stunden in ein Krankenhaus in Merseyside, bevor eine weitere 42-tägige Isolierung zu Hause folgt. Das US-Gesundheitsministerium bestätigte einen weiteren positiv getesteten US-Passagier mit milden Symptomen.

Internationale Reaktionen und Experteneinschätzung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Quarantäne von 42 Tagen für exponierte Personen. WHO-Chef Tedros betonte erneut, es handele sich nicht um einen neuen Covid-19-Erreger. Auch der Chef des Robert Koch-Instituts sieht keine Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland und keine Pandemie-Gefahr. Eine französische Passagierin wurde positiv getestet, ihr Zustand verschlechtere sich. Die US-Gesundheitsbehörde CDC stellte fest, dass asymptomatische Personen nicht flächendeckend getestet werden sollten. Die Evakuierung des vor Teneriffa liegenden Schiffes steht kurz vor dem Abschluss; die „Hondius“ soll mit etwa 30 verbliebenen Crewmitgliedern nach Rotterdam zur Desinfektion fahren.

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