Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Keine Anzeichen für größeren Ausbruch laut WHO
Wichtige Fakten
- • Laut WHO keine Anzeichen für einen größeren Hantavirus-Ausbruch.
- • MV Hondius verlässt Teneriffa gen Rotterdam, Ankunft am 17. Mai.
- • Neun gemeldete Fälle: sieben bestätigt, zwei Verdachtsfälle.
- • 12 niederländische Krankenhausmitarbeiter nach Behandlung eines Passagiers in Quarantäne.
- • WHO-Chef warnt vor möglichen weiteren Fällen aufgrund langer Inkubationszeit.
Kein größerer Ausbruch erwartet
Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius zeigt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Anzeichen für einen größeren Ausbruch. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte jedoch, dass sich die Lage ändern könne, da die Inkubationszeit des Virus lang sei. Das Schiff hat Teneriffa verlassen und fährt nun in den niederländischen Hafen Rotterdam, wo es am 17. Mai erwartet wird. Die letzten sechs Passagiere – vier Australier, ein Brite und ein Neuseeländer – sowie einige Crewmitglieder verließen das Schiff am Montag.
Internationale Quarantänemaßnahmen
Bislang wurden sieben Fälle bestätigt, zwei weitere sind Verdachtsfälle. Insgesamt wurden 147 Personen aus 23 Ländern repatriiert. In Großbritannien sind 20 Briten und ein Japaner im Arrowe Park Hospital unter Quarantäne, während 18 US-Passagiere in Nebraska und Atlanta überwacht werden. Niederländische Kreuzfahrer wurden in ihre Heimat entlassen, wo sie unter täglicher Beobachtung stehen. In Spanien ist ein weiterer Verdachtsfall aufgetreten, eine Französin mit bestätigtem Virus befindet sich in Paris und ihr Zustand verschlechtert sich. Zudem sind 12 Mitarbeiter eines niederländischen Krankenhauses in Quarantäne, nachdem sie gegen Protokolle bei der Behandlung eines evakuierten Passagiers verstoßen hatten.
WHO warnt vor möglichen Fällen
Ghebreyesus erklärte auf einer Pressekonferenz in Madrid, dass die Arbeit zur Eindämmung des Ausbruchs noch nicht abgeschlossen sei. Die WHO hatte zuvor das Risiko einer größeren Epidemie als sehr gering eingestuft. Das virus wird durch Nagetiere übertragen; die besondere Andes-Variante kann auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.
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