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Wissen 09.05.2026, 00:15 Aktualisiert: 09.05.2026, 06:01

Hantavirus-Kreuzfahrt: MV Hondius legt vor Teneriffa an

Drei Tote: Niederländisches Paar und deutscher Staatsbürger starben an Hantavirus.

Wichtige Fakten

  • Drei Tote: Niederländisches Paar und deutscher Staatsbürger starben an Hantavirus.
  • 149 Passagiere und Crew an Bord werden in Teneriffa evakuiert.
  • Wetterfenster: Evakuierung nur am Sonntag möglich, sonst Verzug bis Ende Mai.
  • 23 Länder beteiligt, WHO spricht von geringem Risiko für die Allgemeinheit.
  • Spanische Zivilbevölkerung bleibt vor Ort geschützt, kein Kontakt erlaubt.

Ankunft und Evakuierung

Die mit Hantavirus infizierte Kreuzfahrt MV Hondius erreicht am Sonntag Teneriffa. Das Schiff ankert vor dem Hafen Granadilla, die 149 Passagiere werden ohne Kontakt zur Bevölkerung evakuiert. Die spanische Regierung koordiniert die Aktion mit der WHO, die das Risiko für die Allgemeinheit als gering einstuft. Einziges Zeitfenster ist der Sonntag, da sich das Wetter anschließend verschlechtert. Die Passagiere werden direkt in ihre Heimatländer geflogen, 14 Spanier kommen in eine Madrider Militärklinik zur Quarantäne.

Internationale Reaktionen und Hintergründe

Drei Menschen sind auf dem Schiff gestorben, vier weitere wurden in verschiedenen Ländern behandelt. Die Behörden in Großbritannien und Spanien untersuchen zwei weitere Verdachtsfälle. Der Stickstoff des Ausbruchs ist unklar, aber die WHO betont, dass die Übertragung nur durch sehr engen Kontakt erfolgt. Der regionale Präsident der Kanaren kritisierte die Entscheidung, das Schiff anlegen zu lassen, während einige Anwohner und Geschäftsleute Bedenken wegen des Tourismus äußerten. Insgesamt bewerteten viele Inselbewohner die Informationspolitik der Regierung nach anfänglicher Verunsicherung als beruhigend.

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