Hitzewelle erfasst Deutschland und Europa – Rechte am Arbeitsplatz und Gesundheitswarnungen
Wichtige Fakten
- • Amber Health Alerts in England für Südosten und London ausgegeben.
- • In Frankreich könnten Temperaturen bis 40°C erreichen, Juni-Rekord droht.
- • 2025 starben rund 2.500 Menschen hitzebedingt in Deutschland laut RKI.
- • Ab 35 Grad ist Büro ungeeignet, Chef muss Alternativen bieten.
- • DKG warnt vor Klinikbelastung, fordert 31 Mrd. Euro für Kühltechnik.
Hitzewelle erreicht Deutschland: Rekordtemperaturen und Warnungen
Auf Deutschland und weite Teile Europas rollt eine Hitzewelle zu. In Deutschland werden für die kommenden Tage Werte über 30 Grad erwartet, örtlich bis zu 38 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Hitzewarnungen für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Teile Nordrhein-Westfalens, Hessens und Bayerns ausgesprochen. Die Tropennacht bringt selbst nachts kaum Abkühlung. In Frankreich sollen die Temperaturen am Sonntag bis auf 40 Grad klettern, womit der Juni-Rekord von 37,6 Grad aus dem Jahr 1947 gebrochen werden könnte. Auch in Großbritannien haben die Behörden amber health alerts für Süd- und Ostengland sowie London ausgerufen. Die Hitzephase wird von Gewittern mit Starkregen überwiegend im Westen und Nordwesten Deutschlands begleitet.
Arbeitsplatz: Rechte bei steigenden Temperaturen
Einen Rechtsanspruch auf Hitzefrei gibt es nicht, auch nicht im Homeoffice. Allerdings müssen Arbeitgeber Fürsorgemaßnahmen ergreifen. Bereits ab 26 Grad im Büro sind Maßnahmen wie Lüften oder Bereitstellen von Getränken empfohlen, ab 30 Grad sind sie Pflicht – etwa Lockerung der Kleiderordnung, kühle Getränke, ventilatoren. Ab 35 Grad ist der Raum nicht mehr als Arbeitsraum geeignet, der Arbeitgeber muss Alternativen anbieten. Für Arbeit im Freien gelten keinen Automatismen, aber ebenfalls Fürsorgepflicht – etwa durch Sonnensegel, kühle Getränke oder flexible Arbeitszeiten. Hamden sind direkte Ausnahmen von der hitzefrei-Regime nicht zulässig.
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