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Wirtschaft 24.08.2026, 09:17

Hitzesommer kostet Deutschland Milliarden

Greenpeace schätzt Hitzeschäden auf mindestens 36 Milliarden Euro.

Wichtige Fakten

  • Greenpeace schätzt Hitzeschäden auf mindestens 36 Milliarden Euro.
  • Produktivitätsverluste: 10,8 Milliarden Euro, Waldschäden: bis zu 7,5 Milliarden.
  • Niedrigwasser am Rhein verursacht Verluste bis 4,5 Milliarden Euro.
  • Prognos-Studie: Ein Hitzetag (über 30 Grad) kostet 431 Millionen Euro.
  • Ökonomische Ausfälle entsprechen 0,8 bis 0,9 Prozent des BIP.

Milliardenschäden durch Hitze

Die anhaltende Hitze und Trockenheit in Deutschland hat der Wirtschaft laut einer Schätzung von Greenpeace Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe zugefügt. Mindestens 36 Milliarden Euro sind durch Ernteausfälle, Waldbrände, Gesundheitskosten und Produktivitätseinbußen entstanden, wie die Umweltorganisation am Sonntag mitteilte. Dies entspreche etwa 0,8 bis 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), sagte Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas.

Aufschlüsselung der Kosten

Die Verluste durch ProduktivitätseinBRÜCHE werden auf 10,8 Milliarden Euro beziffert, basierend auf 25 Hitzetagen. Waldschäden sollen bis zu 7,5 Milliarden Euro betragen, und die Niedrigwasserführung des Rheins führte zu Verlusten von bis zu 4,5 Milliarden Euro in der Binnenschifffahrt. Auch wenn die Zahlen Schätzungen sind, betont Greenpeace die Dringlichkeit, das Ausmaß der Naturkatastrophe nicht zu unterschätzen.

Warnungen aus anderen Quellen

Zuvor hatten auch die Allianz Trade, die Prognos AG und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ähnliche Warnungen ausgesprochen. Die Prognos-Studie zeigt, dass ein einzelner Hitzetag mit über 30 Grad 431 Millionen Euro kostet, wobei 97 Prozent auf Produktivitätsverluste entfallen. Zudem könnte durch sinkende Pegelstände ein BIP-Minus von 0,4 Prozent das ohnehin minimal erwartete Wachstum für 2026 gefährden.

Zusätzliche Folgen und Forderungen

Auch Kommunen sind betroffen, wie in Leverkusen, wo der Fährausfall 30.000 Euro kostet. Der Deutsche Bauernverband meldete eine schwache Sommerernte. Die tatsächlichen Kosten sind laut Greenpeace noch gar nicht abschätzbar, etwa durch fehlendes Kühlwasser für Kraftwerke oder erhöhte Ozonbelastung. Die Bundesregierung müsse die Klimakrise mit dem gebotenen Ernst behandeln.

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