DAX startet schwächer: VW-Krise und Nvidia-Zahlen im Fokus
Wichtige Fakten
- • DAX startet mit 0,2 Prozent Minus auf 26.080 Punkte.
- • Nvidia präsentiert am Mittwoch Quartalszahlen, Markt erwartet Impulse.
- • VW kämpft mit hohen Kosten, Werksschließungen möglich.
- • Jackson Hole Symposium beginnt am Donnerstag, US-Notenbankchef Warsh dabei.
- • PCE-Inflationsdaten werden am Donnerstag veröffentlicht.
Schwächerer Handelsstart und volatile Lage
Der DAX startet am Montag mit einem Minus von 0,2 Prozent auf rund 26.080 Punkte in die Woche und nähert sich der psychologisch wichtigen Marke von 26.000 Punkten. Am Freitag war der deutsche Leitindex noch mit 26.136 Zählern aus dem Handel gegangen, verzeichnete aber auf Wochensicht ein Minus von mehr als einem Prozent. Marktbeobachter zeigen sich besorgt angesichts der anhaltenden globalen Unsicherheiten.
Belastungsfaktoren und Nvidia-Woche
„Es knirscht im Gebälk der Weltfinanzmärkte“, warnt LBBW-Analyst Henning Oligmüller. Die Krise im Nahen Osten, hohe Energiepreise, Inflationssorgen sowie steigende Renditen am Anleihemarkt setzen die Kurse unter Druck. Die wachsende Staatsverschuldung rückt ins Bewusstsein der Anleger und verstärkt die Risiken steigender Zinsen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Quartalszahlen des US-Chipherstellers Nvidia am Mittwochabend. Sollten die Gewinne nicht den astronomischen Erwartungen entsprechen, drohen dem gesamten Markt Kursverluste. Zudem treffen sich von Donnerstag bis Samstag Notenbanker in Jackson Hole, wo der neue Fed-Chef Kevin Warsh Hinweise auf die weitere Geldpolitik geben könnte. Auch die PCE-Inflationsdaten am Donnerstag werden mit Spannung erwartet.
VW-Krise belastet den Markt
Auch die Krise bei Volkswagen rückt in den Fokus – es geht um die Zukunft eines der größten deutschen Industriekonzerne und zehntausende Arbeitsplätze. Manager erwägen Werksschließungen und Personalabbau, was bei Betriebsversammlungen für Unruhe sorgt. Seit Jahresbeginn hat VW annähernd ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Die Gesamtsituation bleibt angespannt: „Jedes dieser Ereignisse hat das Potenzial, neue Unruhe auszulösen“, warnt Marktbeobachter Jochen Stanzl.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.