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Wissen 03.07.2026, 03:25 Aktualisiert: 03.07.2026, 23:03

Hitzerekorde in Europa: Die Bedrohung durch extreme Temperaturen wächst

Deutschland verzeichnete am 28. Juni 41,7 Grad – neuer Allzeitrekord.

Wichtige Fakten

  • Deutschland verzeichnete am 28. Juni 41,7 Grad – neuer Allzeitrekord.
  • Schon bei 31 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit steigt das Gesundheitsrisiko drastisch.
  • Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung könnten von Hitzefolgen betroffen sein.
  • Hitzetage kosten die deutsche Wirtschaft täglich 430 Millionen Euro.
  • Ozeane erlebten den heißesten Juni seit Aufzeichnungsbeginn.

Rekordtemperaturen und gesundheitliche Risiken

Die Hitzewelle in Europa hat neue historische Höchstwerte erreicht: Deutschland meldete am 28. Juni 41,7 Grad in Coschen – ein neuer Allzeitrekord. Auch das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Ungarn brachen nationale Juni-Rekorde. Die extreme Hitze wurde durch einen sogenannten Heat Dome verursacht, ein stabiles Hochdruckgebiet. Dabei sind nicht nur Risikogruppen wie Ältere oder Vorerkrankte gefährdet. Laut Medizinern leidet jeder Mensch ab einer Außentemperatur von 23 Grad und einer Körpertemperatur von über 36,5 Grad an Leistungseinbußen. Besonders heimtückisch ist die Luftfeuchtigkeit: Schon ab 31 Grad kann sie in Mitteleuropa zur tödlichen Gefahr werden, da die Schweißkühlung versagt.

Warnsignale und wirtschaftliche Folgen

Die körperlichen Warnsignale sind oft unspezifisch: Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsverlust oder starkes Schwitzen. Viele können die Reaktionen ihres Körpers jedoch nicht mehr richtig einschätzen. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen sind gravierend: Ein Hitzetag kostet Deutschland nach Angaben von Fachleuten mindestens 430 Millionen Euro durch geminderte Effizienz. Zudem sind die Ozeane so warm wie nie zuvor im Juni, was das Leben unter Wasser und auch die dortigen Ökosysteme bedroht.

Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen

Hitzeschutzpläne gibt es zwar in vielen Kommunen, umgesetzt werden sie aber nur unzureichend. Es fehlt an Kühlräumen, verschatteten Orten und an Hilfsangeboten für alleinstehende Ältere. Zudem erfordern viele Berufe – etwa auf dem Bau, in der Pflege oder bei der Polizei – dringend bessere Schutzregelungen, darunter Trinkpausen oder Arbeitsverbote bei extremer Hitze. Der gesamtgesellschaftliche Umbau hin zu mehr Klimaresilienz im Bauwesen, mit besserer Dämmung, Begrünung und Verschattung, gilt als zu langsam. Experten warnen vor drastischen Folgen, wenn jetzt nicht massiv investiert wird.

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