Hitzewelle in Italien: Mozzarella und Parmesan drohen teurer zu werden
Wichtige Fakten
- • Käsehersteller in Italien leidet unter anhaltender Hitze.
- • Wasserbüffel brauchen Kühlung für hochwertige Milchproduktion.
- • Kühe geben im Sommer etwa zehn Prozent weniger Milch.
- • Parmesan-Lagerhäuser verzeichnen 30 Prozent mehr Energieverbrauch.
- • Bereits in den Vorjahren ist Parmesan deutlich teurer geworden.
Hitzebedingte Investitionen in Kühltechnik
Die anhaltende Hitze in Italien setzt den Käse-Herstellern zu. In der Käserei Jemma in Kampanien laufen Ventilatoren auf Hochtouren, um die rund 1.000 Wasserbüffel zu kühlen. Rund 200.000 Euro wurden in Kühlsysteme und Wassersprinkler investiert. Die Tiere haben zudem Zugang zu Koppeln und einem Badebecken, um die Meeresbrise zu nutzen. Nur unter idealen Bedingungen können die Büffel qualitativ hochwertige Milch für den geschützten Büffelmilch-Mozzarella liefern.
Sinkende Milchproduktion und steigende Kosten
In der Emilia Romagna geben Kühe im Sommer zehn Prozent weniger Milch, was die Parmesan-Produktion drosselt. Die Trockenheit mindert den Graswuchs, wobei Parmesan-Kühe nur mit regionalem Gras gefüttert werden dürfen. Die Lagerung des Hartkäses in klimatisierten Hallen verteuert sich: Die Spitzenwerte des Energieverbrauchs steigen um 30 Prozent. Bereits in den vergangenen Jahren ist Parmesan deutlich teurer geworden, und nun drohen auch andere italienische Käsesorten teurer zu werden.
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