Homeoffice und Psyche: Wie Bewegung und Abwechslung helfen
Wichtige Fakten
- • Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet 2025 teilweise im Homeoffice.
- • Eine US-Studie zeigt: Neue Orte lösen positive Gefühle aus, unabhängig von Verweildauer.
- • Körperliche Aktivität steigert nachweislich die positive Stimmung, besonders bei psychisch vulnerablen Menschen.
- • Soziale Kontakte wirken als Mediator zwischen Stimmung und Bewegungsverhalten.
- • Bewegung kann stimmungssenkende Effekte von Alleinsein teilweise abfedern.
Homeoffice und psychische Gesundheit: Studienergebnisse
Eine aktuelle Studie im Fachjournal Science analysierte Daten von über einer halben Million Menschen in den USA zwischen 2011 und 2024. Das Ergebnis: Beschäftigte in Berufen, die Homeoffice ermöglichen, leiden häufiger unter psychischen Belastungen – besonders Alleinlebende. Doch Experten betonen, dass das Homeoffice selbst nicht das Problem sei, sondern die Gestaltung des Alltags. So zeigte eine weitere US-Studie mit GPS-Tracking von über 100 Personen, dass die tägliche Begegnung mit neuen Orten positive Gefühle auslöst. Die Neuheit an sich aktiviert dabei das Belohnungssystem im Gehirn.
Bewegung und soziale Kontakte als Schlüsselfaktoren
Körperliche Aktivität im Alltag macht energetischer und verbessert die Stimmung – unabhängig vom Kontext. Psychisch vulnerable Personen profitieren überdurchschnittlich von Bewegung, haben aber auch ein höheres Risiko bei Inaktivität. Zudem wirken unterstützende soziale Kontakte als Brücke: Wer sich eingebunden fühlt, bewegt sich mehr. Die Forscher Irina Timm und Markus Reichert zeigen: Bewegung kann die negativen Effekte von Alleinsein zumindest teilweise ausgleichen. Für eine gesunde Homeoffice-Gestaltung empfehlen sie bewusste Ortswechsel, aktive Pausen und soziale Begegnungen – mit Unterstützung durch eine gesundheitsorientierte Stadtplanung.
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