Indiens Glasstadt Firozabad in der Krise: Gaskrise und Hitzewelle
Wichtige Fakten
- • Hohe Gaspreise durch Iran-Krieg bedrohen Glasindustrie in Firozabad.
- • Fabrikbesitzer musste Produktion um 30% reduzieren, Preise für Armreifen 50% höher.
- • Verbot von Kohle wegen Taj Mahal zwingt zu teurer Gasnutzung.
- • Hitzewelle in Telangana fordert 16 Tote an einem Tag.
- • Klimawandel führt zu längeren, intensiveren Hitzewellen in Indien.
Glasstadt Firozabad: Gaspreise bedrohen tausende Existenzen
Firozabad, als „Glasstadt“ bekannt, steht vor existenziellen Problemen: Der Iran-Krieg und die folgende Energiekrise haben die Gaspreise rapide ansteigen lassen, was die Glasfabriken der Stadt hart trifft. Fabrikbesitzer Parag Garg berichtet von einer Produktionssenkung um 30% und drastisch gestiegenen Preisen für die berühmten Glasarmreifen. Für viele Arbeiter, die wie in einer Monokultur vom Glas leben, droht der komplette Verlust ihrer Existenz – es gibt kaum berufliche Alternativen.
Taj Mahal erzwingt besondere Gasabhängigkeit
Eine weitere Komplikation: Aufgrund der Nähe zum Taj Mahal verbot die indische Regierung 1990 die Nutzung von Kohle, sodass Fabriken in Firozabad kein Gas ersetzen können. Damit bleibt die Stadt auf teures Erdgas angewiesen, was die Produktionskosten weiter in die Höhe treibt – ohne Kontinuität der Rezepte für die Glasherstellung.
Hitzewelle mit schweren Folgen im Süden
Zeitgleich erlebt Indien eine Hitzewelle mit Temperaturen über 45 °C; in Telangana starben an einem Tag 16 Menschen, viele davon bereits älter und vorerkrankt. Hitzewarnungen wurden ausgerufen. Der Klimawandel verschärft die Situation, die nun Nord- und Südindien gleichermaßen betrifft.
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