Europas Klimakrise: Hitze, Waldbrände und ihre Folgen
Wichtige Fakten
- • Waldbrand in Frankreich legt 400 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg frei.
- • Drei Löwen starben im Tokioter Zoo an Hitzestress.
- • Erdbeben in Japan: 38 Tote, über 46.000 Haushalte ohne Wasser.
- • Europäische Farmer warnen vor Ernteausfällen und steigenden Lebensmittelpreisen.
- • Olivenölpreise dürften wegen Extremwetter wieder steigen.
Frankreich: Waldbrand legt Weltkriegsmunition frei
Im südfranzösischen Le Porge hat ein Waldbrand hunderte historische Granaten und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Wie der Bürgermeister Martial Zaninetti mitteilte, seien bei den Explosionen mehr als 100 Detonationen zu hören gewesen, die an "Kriegsgeräusche" erinnerten. Die Überreste stammten sowohl von deutscher als auch französischer Seite. Die nahe gelegene Gemeinde blieb teilweise gesperrt. Über 180 Häuser wurden durch das Feuer zerstört. Die Löscharbeiten im Raum Gironde dauerten rund zehn Tage.
Japan: Hitzewelle fordert Opfer – auch im Zoo
In Tokio starben drei Löwen im Tama-Zoo an den Folgen extremer Hitze. Obduktionen ergaben Dehydration und Multiorganversagen. Zoodirektorin Miwa Kosaka betonte, dies sei das erste Mal, dass Tiere an Hitzestress erkranken. In Kumamoto, das kürzlich von einem schweren Erdbeben getroffen wurde, behindern Temperaturen bis 40 Grad die Rettungsarbeiten und die Wasserversorgung. Über 8.500 Menschen sind in Notunterkünften untergebracht.
Europa: Ernteausfälle und steigende Preise
Landwirte in ganz Europa warnen vor Ernteausfällen. In Frankreich werden Verluste bei Salat, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch erwartet, im Weinbau droht eine frühere und kleinere Ernte. In Spanien fällt die Getreideernte voraussichtlich um über 20 Prozent geringer aus. Auch der Oliveöl-Preis steigt wieder. Zusätzlich nehmen Waldbrände in ganz Europa zu, verstärkt durch Trockenheit.
Debatte: Klimawandelleugnung unter neuem Deckmantel
Trotz immer extremerer Wetterlagen bemühen Klimaskeptiker neue Narrative, etwa Aussagen, dass Anpassung sinnvoller sei als Eindämmung. Expert:innen kritisieren, dass dies Politiker:innen zögern lasse, Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung diese unterstützt.
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