Indigene protestieren erfolgreich gegen Flussprivatisierung im Amazonas
Wichtige Fakten
- • Die brasilianische Regierung zog das Dekret 12.600 zurück.
- • Indigene protestierten gegen die Privatisierung von Flüssen.
- • Das Dekret hätte größeren Frachtschiffen Durchfahrt ermöglicht.
- • Die Agrarlobby drängt auf Ausbau der Infrastruktur im Amazonas.
Erfolg nach Protesten
Nach wochenlangen Protesten von indigenen Gruppen im Amazonasgebiet hat die brasilianische Regierung das umstrittene Dekret 12.600 zurückgezogen, das die Privatisierung mehrerer Flüsse vorsah. Die Proteste, angeführt von Aktivistin Alessandra Munduruku, richteten sich gegen Pläne, Wasserwege auszubauen, um größeren Frachtschiffen die Durchfahrt zu ermöglichen, was laut Indigenen massive Eingriffe in ihre Lebensgrundlagen bedeutet hätte.
Regierung reagiert
Guilherme Boulos, Leiter des Präsidialbüros, gab bekannt, dass die Regierung das Dekret zurücknahm, um auf die Anliegen der indigenen Bevölkerung einzugehen. Dies markiert einen Erfolg für die Protestierenden, die ohne gesetzlich vorgeschriebene Bürgeranhörung kritisierten, dass die Pläne ihre Rechte verletzen würden.
Hintergrund und Herausforderungen
Präsident Lula hatte im Wahlkampf versprochen, indigene Rechte zu respektieren und Umweltzerstörung zu bekämpfen, steht jedoch unter Druck der mächtigen Agrarlobby, die den Infrastrukturausbau für den Transport von Bergbau- und Agrarprodukten vorantreibt. Gleichzeitig kündigten große Soja-Unternehmen an, aus dem Soja-Moratorium auszusteigen, was Umweltschützer als Risiko für neue Abholzungswellen sehen.
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