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Wirtschaft 10.07.2026, 09:16

Inflation in Deutschland sinkt auf 2,3 Prozent dank Tankrabatt und günstiger Ölpreise

Inflationsrate sank im Juni 2026 auf 2,3 Prozent im Jahresvergleich.

Wichtige Fakten

  • Inflationsrate sank im Juni 2026 auf 2,3 Prozent im Jahresvergleich.
  • Energiepreise stiegen nur noch um 3,4 Prozent, vor allem dank Tankrabatt.
  • Nahrungsmittel verteuerten sich nur um 0,4 Prozent, Butter wurde 29,1 % günstiger.
  • Dienstleistungen blieben mit 3,1 % Anstieg ein Preistreiber.
  • Nach Ende des Tankrabatts und neuen Nahost-Spannungen steigen Ölpreise wieder.

Inflationsrückgang im Juni

Die Inflation in Deutschland ist im Juni 2026 auf 2,3 Prozent zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Nach einem Rückgang auf 2,6 Prozent im Mai liegt die Rate nun noch niedriger. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die gesunkenen Ölpreise infolge einer Entspannung im Iran-Konflikt sowie der von Juni bis Ende Juni geltende Tankrabatt, der die Spritpreise um elf bis 16 Cent pro Liter senkte. Die Energiepreise insgesamt stiegen nur noch um 3,4 Prozent, während sie im Mai noch rund 6,6 Prozent betragen hatten.

Lebensmittel und Dienstleistungen

Nahrungsmittel verteuerten sich im Juni nur um 0,4 Prozent – besonders günstig waren Butter (−29,1 Prozent), Speiseöle und Molkereiprodukte. Dagegen zogen die Preise für Eier und Süßwaren an. Auch Dienstleistungen blieben mit 3,1 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vormonats, wobei insbesondere Restaurantbesuche, Autowerkstätten und Friseurpreise höher ausfielen. Nettokaltmieten stiegen mit knapp 1,9 Prozent unterdurchschnittlich.

Ausblick: Wieder steigende Preise

Gegen Ende Juni stiegen die Rohölpreise nach US-Angriffen im Nahen Osten wieder an, zudem wurde der Tankrabatt nicht verlängert. Seit dem 1. Juli kostet Diesel teils wieder über zwei Euro pro Liter. Wirtschaftsexperten wie Stefanie von der KfW warnen, dass auch die hohen Düngerpreise und der El Niño die Lebensmittelpreise erneut verteuern könnten. Die Kerninflationsrate (ohne Energie, Lebensmittel) liegt mit 2,5 Prozent etwas über dem Gesamtniveau.

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