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Wirtschaft 18.01.2026, 03:32 Aktualisiert: 18.01.2026, 08:02

Nach schwachem IPO-Jahr in Deutschland: 2026 könnte Zahl der Börsengänge steigen – erste Kandidaten stehen bereit

Weltweit gab es 2025 insgesamt 1.260 Börsengänge; in Deutschland kamen im selben Jahr nur sieben Unternehmen an die Frankfurter Börse (tagesschau.de, Stand: 18.01.2026).

Wichtige Fakten

  • Weltweit gab es 2025 insgesamt 1.260 Börsengänge; in Deutschland kamen im selben Jahr nur sieben Unternehmen an die Frankfurter Börse (tagesschau.de, Stand: 18.01.2026).
  • EY erwartet für 2026 grundsätzlich günstigere Bedingungen für Börsengänge: steigende Aktienkurse, niedrige Zinsen und einen Nachholeffekt durch eine „aufgestaute Pipeline“ an IPO-Kandidaten (Martin Steinbach, EY).
  • Mehrere IPO-Pläne wurden 2025 kurzfristig abgesagt oder verschoben, darunter Stada, Brainlab und Autodoc (tagesschau.de).
  • Als Hemmnisse gelten u. a. die zusätzliche Öffentlichkeit sowie Transparenz- und Berichtspflichten einer Börsennotierung (tagesschau.de).
  • Investoren agieren in Europa und besonders in Deutschland weiterhin vorsichtig – vor allem bei mittelgroßen, weniger liquiden Titeln, aus denen sich Positionen schwer wieder abbauen lassen (Oliver Roth, Oddo BHF; tagesschau.de).
  • Für 2026 werden als frühe Kandidaten genannt: Asta Energy Solutions (geplanter Börsengang bis Ende März) und Bitpanda (laut Berichten im ersten Halbjahr) (tagesschau.de).
  • Auch TK Elevator könnte 2026 an die Börse gehen; der IPO dürfte laut Bloomberg zu den größten Börsengängen in Europa seit Jahren zählen (tagesschau.de/Bloomberg).
  • EY beschreibt einen möglichen „Eisbrecher“-Effekt: Viele Unternehmen warten ab, bis erste Börsengänge erfolgreich sind, und ziehen dann nach (tagesschau.de).
  • Als voraussichtlich gefragte IPO-Themen 2026 gelten Künstliche Intelligenz sowie technologiegetriebene, disruptive Geschäftsmodelle – auch in etablierten Branchen, die KI integrieren; zudem werden neue Technologien bis hin zur Weltraumwirtschaft als investorenrelevant genannt (Martin Steinbach, EY; tagesschau.de).
  • Sehr große Tech-Listings könnten weiterhin eher New York als Börsenplatz bevorzugen; als Beispiele werden SpaceX und OpenAI genannt (tagesschau.de).
Nach einem weltweit starken IPO-Jahr 2025 (1.260 Börsengänge) blieb Deutschland mit nur sieben Notierungen in Frankfurt deutlich zurück. Für 2026 sehen Marktbeobachter jedoch bessere Rahmenbedingungen: Laut EY sprechen steigende Aktienkurse, niedrige Zinsen und eine „aufgestaute Pipeline“ dafür, dass mehr Unternehmen den Schritt an die Börse wagen könnten – wenn auch ohne dramatischen Sprung. Gleichzeitig bleibt die Skepsis groß. Viele Firmen schrecken vor zusätzlicher Öffentlichkeit sowie Transparenz- und Berichtspflichten zurück. Zudem verweisen Marktteilnehmer auf die weiterhin vorsichtige Haltung von Investoren in Europa und besonders in Deutschland – vor allem bei mittelgroßen, weniger liquiden Werten, aus denen sich Positionen schwer wieder abbauen lassen. 2025 hatten mehrere Unternehmen ihre IPOs teils kurzfristig gestoppt oder verschoben, darunter Stada, Brainlab und Autodoc. Als mögliche „Eisbrecher“ für 2026 gelten bereits konkrete Kandidaten: Der österreichische Energietechnik-Zulieferer Asta Energy Solutions peilt einen Börsengang bis Ende März an, die Krypto-Handelsplattform Bitpanda könnte Berichten zufolge im ersten Halbjahr folgen. Auch TK Elevator wird weiter als Kandidat gehandelt; laut Bloomberg könnte dies zu den größten europäischen Börsengängen seit Jahren zählen. Thematisch dürften vor allem KI und andere disruptive Tech-Modelle gefragt sein – sehr große Tech-Listings könnten allerdings weiterhin New York bevorzugen, etwa bei SpaceX oder OpenAI.

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