Iran-Krieg treibt US-Dollar als sicheren Hafen zurück
Wichtige Fakten
- • Der US-Dollar steigt seit Kriegsbeginn im Iran als sicherer Hafen.
- • Die USA profitieren als Ölexporteur von hohen Energiepreisen.
- • Japanischer Yen fällt wegen Abhängigkeit von Nahost-Energieimporten.
- • Steigender Dollar verteuert Energieimporte für Europa und treibt Inflation.
Zusammenfassung
Seit Ausbruch des Iran-Kriegs erlebt der US-Dollar einen Aufschwung, nachdem er zuvor massiv an Wert verloren hatte. Experten sehen dies weniger als klassische Flucht in sichere Häfen, sondern vielmehr als Folge der US-amerikanischen Ölexportfähigkeit zu hohen Preisen, was das Land vor Energiepreisschocks schützt. Zudem profitiert der Dollar davon, dass Öl am Weltmarkt in Dollar gehandelt wird – steigende Ölpreise erhöhen somit die Nachfrage nach der Währung.
Folgen für andere Währungen
Der japanische Yen verliert hingegen an Wert, da Japan stark von Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängt, was zu einem wachsenden Handelsbilanzdefizit und höherer Inflation führt. Auch Gold verliert als sicherer Hafen an Attraktivität gegenüber US-Staatsanleihen, die höhere Zinsen bieten. Für Europa bedeutet ein stärkerer Dollar teurere Energieimporte und damit steigende Inflationsraten, insbesondere wenn der Euro gegenüber dem Dollar abwertet.
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