Ölvorräte sinken auf Rekordtief - Iran-Tanker durchbrechen Blockade
Wichtige Fakten
- • OECD-Ölvorräte sanken im Mai auf tiefsten Stand seit 1990.
- • IEA erwartet stärksten Nachfragerückgang seit der Corona-Pandemie.
- • Drei iranische Tanker mit 3,8 Mio. Barrel Rohöl passierten US-Blockade.
- • USA bestätigten Blockade bis zur Vertragsunterzeichnung am Freitag.
- • Iran-Exporte sanken auf 260.000 Barrel pro Tag im Mai.
Rekordtief bei Ölvorräten der Industriestaaten
Die Ölvorräte der OECD-Länder sind infolge des Iran-Kriegs auf den tiefsten Stand seit 1990 gefallen, wie die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Monatsbericht mitteilt. Allein aus den OECD-Vorräten wurden im Rekordtempo 163 Millionen Barrel entnommen, um ausgefallene Lieferungen aus der Golfregion auszugleichen. Gleichzeitig senkte die IEA ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage für dieses Jahr auf ein Minus von 1,1 Millionen Barrel pro Tag – den stärksten Rückgang seit 2020.
Iran-Tanker durchbrechen US-Blockade
Drei iranische Tanker haben die US-Blockade im Golf von Oman durchbrochen. Die Schiffe Diona, Hero II und Sonia I transportieren nach Schiffstracking-Daten 3,8 Millionen Barrel Rohöl. Die USA hatten am Sonntag die Aufhebung der Blockade angekündigt, bestehen aber bis zur Vertragsunterzeichnung mit Iran am Freitag in der Schweiz auf deren Fortbestand. Analysten werten die Durchfahrt als Zeichen, dass Iran auf ein schnelles Ende der Blockade setzt.
Erstmals wieder iranische Ölexporte seit zwei Monaten
Die Ölexporte Irans kamen im Mai aufgrund der Blockade auf ein Sechsjahrestief von 260.000 Barrel pro Tag. Nun tanken Iran-Schiffe erstmals seit zwei Monaten wieder ihre Fahrten. Zwei weitere Tanker, Dan und Sinopa, wurden in der Straße von Malakka gesichtet und steuern offenbar Iran an. Dies zeigen IEA und Schiffsdaten, trotz anhaltender Sanktionen gegen die National Iranian Tanker Company.
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