Island plant EU-Beitrittsreferendum im August
Wichtige Fakten
- • Referendum am 29. August 2026 über Wiederaufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen geplant
- • Fischereirechte sind zentraler Streitpunkt für viele Isländer
- • Sicherheitsbedenken nach Trumps Grönland-Äußerungen beeinflussen Debatte
- • In Umfragen spricht sich knapp die Hälfte für EU-Mitgliedschaft aus
- • Island ist bereits über EWR und Schengen mit EU verbunden
Geplantes Referendum
Islands sozialliberale Regierungskoalition plant für den 29. August 2026 ein Referendum, bei dem die Bevölkerung darüber abstimmen soll, ob die 2013 abgebrochenen Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union wieder aufgenommen werden sollen. Die Regierung hatte ursprünglich ein Referendum bis spätestens 2027 versprochen, will den Termin nun aber vorziehen. Der Beschluss muss noch vom isländischen Parlament bestätigt werden.
Zentrale Streitpunkte
Ein Hauptstreitpunkt ist die Fischereipolitik, da viele Isländer befürchten, die EU könnte ihnen Fischfangquoten vorgeben und eigene Fischer in isländischen Gewässern zulassen. Zudem spielen sicherheitspolitische Überlegungen eine Rolle: Nach den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland im Januar 2025 wuchs in Island die Sorge um die Verlässlichkeit der USA als NATO-Partner, was die EU-Debatte neu befeuerte.
Stimmung in der Bevölkerung
Laut Meinungsumfragen spricht sich knapp die Hälfte der Isländer für eine EU-Mitgliedschaft aus, wobei viele Bürger jedoch noch unentschlossen sind und mehr Informationen fordern. Die Regierung betont, dass bei einem positiven Referendum zunächst nur Verhandlungen wiederaufgenommen würden; über den endgültigen Beitritt würde in einer zweiten Volksabstimmung entschieden.
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