Island stimmt über EU-Beitrittsverhandlungen ab
Wichtige Fakten
- • Island stimmt am Wochenende über EU-Beitrittsverhandlungen ab.
- • Beitritt wäre erster westeuropäischer seit 30 Jahren.
- • EU zuversichtlich: Island schon weitgehend auf EU-Linie.
- • Fischerei ist schwierigstes Kapitel der Verhandlungen.
Island vor richtungsweisendem Referendum
Am Wochenende stimmt Island über die Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen ab. Die isländische Regierung hat das Referendum angesetzt, nachdem die Beitrittsgespräche 2013 ausgesetzt wurden. Brüssel blickt gespannt nach Reykjavik und hofft auf eine Zustimmung, nicht zuletzt aus geopolitischen Gründen.
Brüssel zeigt sich kompromissbereit
Die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, betont, dass Island bereits weitgehend auf EU-Linie liege – bei Demokratie, Rechtsstaat, Gleichberechtigung und sauberer Energie. Sie hebt hervor, dass Island geopolitisch wichtiger geworden sei und zur Sicherheit der EU beitragen könne. Beim heiklen Thema Fischerei, das im ersten Anlauf ausgespart wurde, signalisiert Brüssel Kompromissbereitschaft.
Fischerei als strittiger Punkt
Die Fischerei ist für Island von großer wirtschaftlicher und kultureller Bedeutung. Die EU will dieses Kapitel vorsichtig behandeln und verspricht, die isländischen Besonderheiten zu respektieren. Kos betont, die EU sei in der Lage, auch unmögliche Probleme zu lösen.
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