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International 25.08.2026, 01:38 Aktualisiert: 25.08.2026, 08:00

USA drohen Oman im Konflikt mit Iran

US-Präsident Trump droht Oman mit Bombardierung wegen Iran-Gesprächen.

Wichtige Fakten

  • US-Präsident Trump droht Oman mit Bombardierung wegen Iran-Gesprächen.
  • USA verhängen schärfste Sanktionen gegen Iran („Economic D-Day“).
  • Iran droht, Ölexporte aus der Region bei Fortsetzung des Krieges zu stoppen.
  • Straße von Hormus: 20% des weltweiten Öl- und Gastransits betroffen.
  • Omans Vermittlerrolle im Konflikt ist gescheitert, Land zwischen Fronten.

USA verschärfen Ton gegenüber Oman

US-Präsident Donald Trump hat Oman in einem Telefonat mit Fox News gedroht, das Land zu bombardieren, falls es den USA in der Straße von Hormus in die Quere komme. Anlass sind Verhandlungen zwischen Oman und Iran über eine Transitgebühr für Schiffe, die die strategisch wichtige Wasserstraße passieren. Die Drohung zeigt den zunehmenden Druck auf das kleine Sultanat, das zwischen den Fronten der USA und Irans geraten ist.

Omans heikle Lage

Oman, traditionell neutraler Vermittler in der Region, sieht sich nun Forderungen beider Seiten ausgesetzt. Während die USA eine harte Linie gegenüber Iran verfolgen, droht Teheran mit Angriffen auf ölomasche Ziele. Der Politikwissenschaftler Sascha Bruchmann vom International Institute for Strategic Studies betont, Oman fehle es an Machtmitteln, um in der Meerenge zu patrouillieren, und sei zum Spielball der Großmächte geworden.

US-Sanktionen gegen Iran

Die US-Regierung hat unter Finanzminister Scott Bessent ein umfangreiches Sanktionspaket gegen Iran angekündigt, das als „Operation Economic Outcast“ bezeichnet wird. Es richtet sich gegen die Einnahmequellen Teherans, darunter der Ölhandel, digitale Vermögenswerte und der Schiffsverkehr. Bessent erklärte, keine Nation oder Firma, die mit Iran Geschäfte mache, könne sich der Isolation entziehen. Iran zeigte sich jedoch unbeeindruckt: Wirtschaftsminister Ali Madanizadeh sprach von einem „zweijährigen Plan“ und verwies auf China und Russland, die sich den US-Sanktionen nicht anschließen würden.

Globale Auswirkungen

Die verstärkten Spannungen haben den Ölpreis steigen lassen und Unsicherheit an den Finanzmärkten ausgelöst. Ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransits fließt durch die Straße von Hormus, die seit Kriegsbeginn blockiert ist. Dies treibt die Lebenshaltungskosten in vielen Ländern in die Höhe. Experten zweifeln jedoch an der Wirksamkeit der Sanktionen, da ein Großteil des iranischen Öls nach China geht, das sich wiederholt über US-Sanktionen hinweggesetzt hat.

Omans riskanter Balanceakt

Die omansche Regierung schweigt zu den Drohungen und setzt auf Diplomatie. Die historisch engen Beziehungen zu Iran, aber auch das US-Militär, das Basen im Sultanat nutzt, stellen Oman vor eine Herausforderung. Die Vermittlerrolle sei verloren, da Oman selbst Konfliktpartei sei, so Bruchmann. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Lage mit Sorge; eine weitere Eskalation könnte den Nahen Osten destabilisieren.

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