Israel räumt im Libanon Dörfer mit Baggern von Caterpillar, Volvo & Co
Wichtige Fakten
- • Sechs Firmen: Bagger in Südlibanon gesehen.
- • IAF zerstörte Dörfer trotz Waffenruhe weiter.
- • Experten: Baggerfirmen drohen Kriegsverbrecherklagen.
- • Auch UK-Immobilienmesse bot Land in Siedlungen an.
- • Britische Regierung leitet Fall an Werbeaufsicht weiter.
Israelische Armee zerstört mit Baggern Dörfer im Südlibanon
Israelische Streitkräfte haben neue Angriffe im Südlibanon durchgeführt, wie staatliche Medien berichten. Trotz internationaler Kritik von US-Präsident Donald Trump an Israels Vorgehen bombardierte die Armee Ziele in Mansouri, Aaziyyeh, Nabatieh al-Fawqa und Kfar Tebnit. Prekär: Auch nach dem Waffenstillstand vom 17. April 2026 bleiben Siedlungen verwüstet. Recherchen von The Guardian und Bellingcat zeigen, dass mindestens sechs multinationale Baufirmen (Caterpillar, Volvo, Hyundai, Doosan, Hitachi, Komatsu) an diesen Zerstörungen beteiligt waren. Ihre Bagger und Bulldozer sind auf Bildern zu sehen, wie sie Häuser, Strom- und Wasserversorgung dem Erdboden gleichmachen. Die Forderungen der Human Rights Watch und der UNO: Solche Firmen sollen die Lieferungen stoppen, um möglicher Beihilfe zu Kriegsverbrechen zu entgehen.
Britische Immobilienmesse bietet illegalen Siedlungsgrund an
Unterdessen sorgte eine israelische Immobilienmesse in London für Empörung. Trotz Zusagen der Veranstalter, keine Grundstücke in illegalen Siedlungen zu bewerben, zeigten Broschüren Angebote in Ma'ale Adumim, Givat Ze'ev, Ramat Eshkol und Givat Hamatos. Über 100 britische Abgeordnete hatten das Verbot der Messe gefordert, unter Verweis auf die Verletzung internationalen Rechts. Die britische Regierung leitet den Fall nun an die Werbeaufsichtsbehörde ASA weiter, um mögliche Verstöße zu prüfen. Kritiker wie Andy McDonald, Abgeordneter der Labour-Partei, kritisieren das als „völlig unzureichende“ Reaktion.
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