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International 09.04.2026, 09:20 Aktualisiert: 09.04.2026, 15:07

Israel setzt Angriffe im Libanon trotz Waffenruhe fort – Internationale Kritik wächst

Israel flog am 09.04.2026 einen massiven 10-minütigen Angriff mit über 100 Einschlägen im Libanon.

Wichtige Fakten

  • Israel flog am 09.04.2026 einen massiven 10-minütigen Angriff mit über 100 Einschlägen im Libanon.
  • Mindestens 182–203 Menschen wurden laut libanesischem Gesundheitsministerium getötet.
  • Die Hisbollah feuerte Raketen auf israelische Grenzstädte als Vergeltung.
  • USA und Israel sagen, die Waffenruhe gelte nicht für den Libanon.
  • UN-Generalsekretär Guterres verurteilt die Angriffe scharf.

Eskalation trotz Waffenruhe

Israel hat am 09.04.2026 massive Luftangriffe im Libanon durchgeführt, obwohl zuvor eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und Iran vereinbart worden war. Laut israelischen Angriffen wurden über 100 Hisbollah-Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Süden des Landes getroffen, darunter Kommandozentralen und Militärstützpunkte. Die libanesische Hisbollah-Miliz reagierte mit Raketenangriffen auf israelische Grenzstädte wie Kiriat Schmona und Metulla.

Opferzahlen und internationale Reaktionen

Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums kamen bei den israelischen Angriffen mindestens 182 bis 203 Menschen ums Leben, über 1.000 wurden verletzt. Die Hisbollah gab an, einen hochrangigen Berater getötet zu haben. Die Angriffe lösten internationale Kritik aus: UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte sie scharf, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach dem Libanon Solidarität aus, und auch China und Spanien forderten Zurückhaltung.

Streit um Geltungsbereich der Waffenruhe

Die Waffenruhe zwischen USA und Iran sorgt für Verwirrung, da Uneinigkeit über ihren Geltungsbereich im Libanon herrscht. Während Iran und Pakistan den Libanon einbeziehen, betonen USA und Israel, dass die Vereinbarung nicht für israelische Operationen gegen die Hisbollah gilt. US-Präsident Donald Trump unterrichtete Israels Premier Benjamin Netanjahu erst kurz vor der Bekanntgabe, was auf israelischer Seite zu Enttäuschung führte.

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