Italien: Maut-Rückerstattung bei Stau startet mit strengen Regeln
Wichtige Fakten
- • Ab 1. Juni 2026: Maut-Rückerstattung bei Stau auf Italiens Autobahnen.
- • 50 Prozent Erstattung bei 2-3 Stunden Verzögerung, 100% ab 3 Stunden.
- • Gilt nur für baustellenbedingte Staus, nicht bei Unfällen oder Extremwetter.
- • Einheitliches Portal für Erstattungen soll erst Ende 2026 kommen.
- • Verbraucherschützer befürchten, dass höhere Maut die Rückerstattung ausgleicht.
Neue Regelung tritt in Kraft
Seit dem 1. Juni 2026 gilt in Italien eine neuartige Maut-Rückerstattung bei staubedingten Verspätungen. Autofahrer können bei einer Verzögerung von zwei bis drei Stunden die Hälfte der Maut und bei mehr als drei Stunden die gesamte Gebühr zurückfordern. Die Regelung ist allerdings nur anwendbar, wenn der Stau durch eine Baustelle und nicht durch Unfälle oder Unwetter verursacht wurde.
Kritik an Bedingungen und Nebeneffekten
Verbraucherschützer warnen, dass die Betreiber die Entschädigungen über höhere Mautpreise finanzieren könnten, was den Vorteil für die Fahrer zunichte mache. Ab 2030 soll dies nicht mehr möglich sein. Zudem verlangt die Rückerstattung bisher eine manuelle Beantragung bei den über 20 einzelnen Betreibergesellschaften; erst Ende 2026 soll ein einheitliches Portal die Abwicklung vereinfachen. Der ADAC rät zur Aufbewahrung der Belege.
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