Italo bringt Konkurrenz ins deutsche Schienennetz
Wichtige Fakten
- • Italo will auf den Strecken München-Dortmund und München-Hamburg fahren.
- • In Italien führte Italo zu 15-20% niedrigeren Preisen und dichterer Taktung.
- • Italo verspricht 40% niedrigere Preise im deutschen Fernverkehr und 2.500 neue Stellen.
- • Die Bundesnetzagentur entscheidet in den kommenden Tagen über die Fahrtrechte.
Die Bundesnetznetzagentur wird in Kürze über den Einstieg des italienischen Bahnunternehmens Italo in das deutsche Schienennetz entscheiden. Das Unternehmen plant zunächst die Strecken München-Dortmund und München-Hamburg zu bedienen und erhofft sich davon eine langfristige Expansion ähnlich wie in Italien. Dort hält Italo inzwischen rund 30 Prozent Marktanteil im Hochgeschwindigkeitsverkehr.
Verkehrsökonom Paolo Beria von der TU Mailand betont die positiven Effekte der Konkurrenz in Italien: Preissenkungen von 15 bis 20 Prozent bei Trenitalia, eine Verdoppelung der Angebotsfrequenz und hochwertigerer Service in den Zügen. Italo selbst verspricht für Deutschland bis zu 40 Prozent niedrigere Preise und 2.500 neue Arbeitsplätze.
Während DB-Chefin Evelyn Palla und die Gewerkschaft EVG Bedenken wegen möglicher Nachteile für schwächer frequentierte Strecken äußern, sieht Beria die Chance auf Direktverbindungen durch den Wettbewerb. Politische Regulierungen könnten eine flächendeckende Versorgung sichern. Die Entscheidung über die beantragten Fahrtrechte wird in den nächsten Tagen erwartet.
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