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Käseherstellung in der Steinzeit: Experimente im Freilichtmuseum
Archäologin Luise Tiemann stellt Käse mit steinzeitlichen Methoden her.
Wichtige Fakten
- • Archäologin Luise Tiemann stellt Käse mit steinzeitlichen Methoden her.
- • Die Experimente finden im Freilichtmuseum Bajuwarenhof in Kirchheim statt.
- • Käse war für laktoseintolerante Steinzeitmenschen eine wichtige Nahrungsquelle.
- • 3D-Scans der Siebgefäße sollen helfen, die Versuche zu simulieren.
- • Lab- und Bakterienkulturen werden genutzt, um Milch zum Gerinnen zu bringen.
Experimentelle Archäologie: Käse nach steinzeitlichem Vorbild
Die Archäologin Luise Tiemann erforscht im Freilichtmuseum Bajuwarenhof in Kirchheim bei München, wie Menschen in der Jungsteinzeit Käse herstellten. Dazu nutzt sie Nachbauten vorgeschichtlicher Tongefäße und Werkzeuge, um aus Rohmilch Käse zu produzieren. Die Experimente sollen klären, welche Käsesorten wie Hart- oder Weichkäse mit den damaligen Methoden möglich waren.Bedeutung für die Steinzeiternährung
Käse war für die steinzeitlichen Menschen besonders wichtig, da er kaum Milchzucker enthält und somit auch von laktoseintoleranten Erwachsenen gut vertragen wurde. Zudem machte er Milch länger haltbar. Die Forscherin erhält Unterstützung von Prähistoriker Philipp Stockhammer und Archäologin Susanne Bosche, die 3D-Modelle der Siebgefäße erstellt, um die Experimente digital zu simulieren und zu beschleunigen.Erkenntnisse und Methoden
Die Laboranalysen von Rückständen auf Scherben zeigen, dass Milch in den Gefäßen verarbeitet wurde. Tiemann experimentiert mit verschiedenen Siebgrößen und Lochdurchmessern, um den perfekten Käsebruch zu erzielen. Ihr Zwischenfazit: Für Weichkäse waren wohl eher große Löcher notwendig. Der aktuelle Versuch liefert Hartkäse, der im Kühlschrank reift.Das könnte Sie auch interessieren
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