Teilen:
Wissen 09.05.2026, 09:40

Steinzeit-Käse: Archäologin kocht wie vor 6.000 Jahren

Archäologin Luise Tiemann experimentiert mit steinzeitlichen Methoden zur Käseherstellung.

Wichtige Fakten

  • Archäologin Luise Tiemann experimentiert mit steinzeitlichen Methoden zur Käseherstellung.
  • Sie nutzt Nachbauten vorgeschichtlicher Tongefäße und Werkzeuge.
  • Käse war für laktoseintolerante Menschen der Jungsteinzeit wichtig.
  • 3D-Scans von Siebgefäßen sollen digitale Simulationen ermöglichen.

Steinzeit-Käseproduktion im Experiment

Archäologin Luise Tiemann erforscht im Freilichtmuseum Bajuwarenhof in Kirchheim bei München, wie Menschen vor rund 6.000 Jahren Käse herstellten. Sie nutzt Nachbauten vorgeschichtlicher Tongefäße und Werkzeuge, um Hart- oder Weichkäse herzustellen. Ziel ist es, herauszufinden, welche Käsesorten mit den damaligen Methoden möglich waren. Die Experimente werden durch 3D-Scans der Gefäße ergänzt, um digitale Simulationen zu ermöglichen.

Bedeutung für die Forschung

Der Münchner Prähistoriker Philipp Stockhammer betont, dass Käse für die oft laktoseintoleranten Menschen der Jungsteinzeit eine wichtige Nahrungsquelle war. Die Milch wurde durch Fermentation haltbar und verträglich gemacht. Die Analyse von Rückständen auf Scherben liefert Hinweise auf die verwendeten Gefäße und Techniken.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.