Kaffee und Gesundheit: Was die Forschung wirklich weiß
Wichtige Fakten
- • Bis zu 400 mg Koffein täglich sind für gesunde Erwachsene unbedenklich.
- • Moderater Kaffeekonsum kann das Herz-Kreislauf-Risiko senken.
- • Kaffee kann das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.
- • Pestizide im Kaffee sind laut BfR kein bekanntes Risiko.
- • Schwangere sollten maximal 200 mg Koffein täglich aufnehmen.
Kaffee kann Teil eines gesunden Lebensstils sein: Die American Heart Association (AHA) hat den Forschungsstand neu bewertet und kommt zu dem Schluss, dass moderater Konsum von bis zu 400 Milligramm Koffein täglich – das entspricht etwa drei bis fünf Tassen Filterkaffee – für gesunde Erwachsene nicht nur unbedenklich ist, sondern mit einem niedrigeren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden sein kann. Diese Einschätzung stützt sich auf Langzeitbeobachtungsstudien, auch wenn diese nur Zusammenhänge, nicht Ursachen aufzeigen können.
Individuelle Verträglichkeit und besondere Gruppen
Wie man Koffein verstoffwechselt, ist individuell, betonen Fachleute: Manche tolerieren mehrere Tassen, andere reagieren empfindlich. Das BfR rät Schwangeren zu einer niedrigeren Grenze von 200 Milligramm täglich. Bei Vorerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden. Auch der Tageszeitpunkt spielt eventuell eine Rolle – eine Studie aus dem Jahr 2025 assoziierte Morgentrinker mit einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit.
Beobachtungen bei Diabetes und anderen Stoffwechselwegen
Studien zeigen ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes bei regelmäßigem Kaffeekonsum – und das auch bei koffeinfreiem Kaffee. Womöglich tragen Pflanzenstoffe wie Chlorogensäuren zu protektiven Effekten auf Leber und Bauchspeicheldrüse bei. Auch hier ist unsicher, ob es Kausalzusammenhänge gibt. Aktuelle Meldungen zu Pestizidrückständen in Rohkaffee sehen das Bundesinstitut gelassen: Der Nachweis von Rückständen allein bedeutet keine Gefahr – für Kaffee sei kein gesundheitliches Risiko bekannt –, wenngleich Produkte, die Grenzwertüberschreitungen zeigen, vom Markt genommen werden.
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