Kerosinpreis-Explosion: Zehn Prozent weniger Flüge an deutschen Airports?
Wichtige Fakten
- • Kerosinpreise sind doppelt so hoch wie vor dem Iran-Krieg.
- • ADV rechnet mit bis zu 10 Prozent Kapazitätseinbruch an Flughäfen.
- • Bis zu 20 Millionen Passagiere könnten von Streichungen betroffen sein.
- • Flughäfen fordern Aussetzung der Luftverkehrssteuer.
- • Bundeswirtschaftsministerin betont gesicherte Kerosin-Versorgung.
Hohe Kerosinpreise bedrohen Sommerflugplan
Wegen des Iran-Kriegs sind die Kerosinpreise drastisch gestiegen. Die deutschen Flughäfen rechnen im Sommer mit massiven Flugstreichungen. Laut Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), droht im schlimmsten Fall ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet wären 20 Millionen Passagiere betroffen.
Airlines können Flüge nicht wirtschaftlich durchführen
Die Kerosinpreise sind seit mehr als zwei Monaten doppelt so hoch wie zuvor, so Beisel. Er rechnet nicht mit einer schnellen Normalisierung. Viele Flüge seien zu diesen Preisen nicht wirtschaftlich, besonders bei Low-Cost-Airlines. Einige Ziele würden gar nicht mehr angeflogen oder seltener und teurer.
Forderungen nach Steuererlass
Um die Folgen abzumildern, fordern die Flughäfen ein Aussetzen der Luftverkehrssteuer, mittelfristig zumindest eine Halbierung. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, die Kerosin-Versorgung sei gesichert, doch die hohen Preise belasten die Branche stark.
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